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Hofstetten Tierschützern geht Arbeit nicht aus

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Insgesamt sieben Kätzchen sind im vergangenen Jahr von "Animal SOS" mit der Flasche aufgezogen worden. Foto: privat

Hofstetten - Bei der Tierschutz-Initiative "Animal SOS" von Isabelle Obert aus Hofstetten ist im vergangenen Jahr viel los gewesen. Ihre Arbeit wird von den vier großen Handlungsfeldern Kaninchen-Altersheim, Tiervermittlung, Katzen-Kastration und Handaufzucht bestimmt.

"Es ist nicht nur ein Tier, es ist ein Herz, das schlägt, eine Seele die fühlt und ein Leben, das leben will", zitiert Isabelle Obert am Beginn ihres Jahresrückblicks. Der Spruch von Sylvia Raßloff passe sehr gut zum Tierschutz, denn genau dort setze das Handeln des "Animal SOS"-Teams an. "Wir sehen jedes Tier als Individuum mit Charakter, Herz und Charme, das leben möchte", betont die junge Frau.

Ihre Tierschutz-Initiative gründete sie vor 16 Jahren. Sie hat im Laufe der Jahre ungezählte Katzenbabys mit der Flasche aufgezogen und viel tierisches Elend gelindert. Unterstützung erfährt sie von vielen Seiten, wofür Isabelle Obert äußerst dankbar ist. "Alleine wäre das alles nicht zu schaffen."

Im Kaninchen-Altersheim "Villa Möhre" sei 2019 besonders viel los gewesen. Drei Kaninchen-Opas seien im Alter zwischen elf und 13 Jahren verstorben, drei neue würden nun das Gnadenbrot erhalten. "Wir nehmen alte Kaninchen auf, deren Partnertier verstorben ist, damit sie ihren Lebensabend artgerecht mit anderen Kaninchen-Senioren verbringen dürfen und nicht alleine bleiben müssen", erklärt die gelernte Tierarzthelferin.

Die Anzahl der Pflegeplätze sei begrenzt, die Nachfrage und der Bedarf seien sehr viel größer. "Wir könnten ein ganzes Senioren-Tierheim eröffnen", verdeutlicht Obert.

Darüber hinaus sei ein Kaninchen-Notfall bearbeitet worden, bei dem ein Zwergwidder-Züchter aufgrund seiner Krankheit den Tierbestand von 14 Kaninchen deutlich reduzieren musste. Acht Kaninchen seien nach Tierarzt-Behandlung in ein neues Zuhause vermittelt worden, die übrigen sechs wären beim Züchter verblieben. Eine Kaninchendame sei aus Zeitgründen vom Besitzer bei "Animal SOS" abgeben und nach kurzem Aufenthalt in gute Hände weiter vermittelt worden.

Schwer verletzter kleiner Kater kommt glücklicherweise durch

Ein Katzen-Notfall beschäftigte im November, als ein vier Monate alter Kater schwer verletzt im Wald gefunden wurde. Nach einer aufwendigen und teuren Operation wäre er in sein neues "Für-Immer-Zuhause" vermittelt worden. "Leider gibt es im Tierschutz aber nicht nur Happy-Ends und so mussten wir auch zwei Fundkatzen von ihrem Leiden erlösen lassen", erklärte Obert. "Und wie jedes Jahr setzten wir uns auch 2019 für die wildlebenden Katzen und Bauernhofkatzen hier im Schwarzwald ein."

Durch Kastration werde nicht nur ungewollter Nachwuchs verhindert, der oft grausam getötet werde, sondern auch die Ausbreitung von Seuchen sowie die unkontrollierte Vermehrung von kranken Katzen. Die Anzahl von wildlebenden und Bauernhofkatzen nehme kontinuierlich zu und es würden sich immer noch hartnäckig Vorurteile halten. Nur langsam finde ein Umdenken statt und die von "Animal SOS" finanzierten Kastrationen würden angenommen.

Landwirte, die gute Erfahrungen mit den Kastrations-Aktionen gemacht hätten, würden Werbung dafür machen und damit den Tierschutz unterstützen. Aus diesem Grund sei die Bilanz mit 55 kastrierten Katzen und 24 Katern deutlich besser, als im Vorjahr mit 43 Katzen und 18 Katern.

Kastrationsangebot für Katzen wird immer besser angenommen

Der schönste und gleichzeitig anstrengendste Teil der Arbeit wären die Flaschen-Babys. Meist kämen die wenige Stunden oder Tage alte Kätzchen mit einem Gewicht von etwa 100 Gramm an und würden die Pflegestelle mit etwa zwölf Wochen und einem Gewicht bis 1500 Gramm fit und gesund verlassen. "In dieser Zeit übernehmen wir die Aufgaben der Katzenmama so gut wir können."

Die Kleinen würden Tag und Nacht alle zwei bis vier Stunden gefüttert, die Verdauung angeregt und mit ihnen gespielt und gekämpft. Nach dieser intensiven Zeit, in der nicht nur viel Liebe sondern vor allen Dingen ein großer zeitlicher Aufwand stecke, würden die Schützlinge in ihr endgültiges Zuhause umziehen. Im vergangenen Jahr waren es sieben kleine Kätzchen, denen ein guter Start ins Leben ermöglicht wurde.

Informationen gibt es auf der Internetseite www.animal-sos-hofstetten.de. Die private Tierschutz-Initiative von Isabelle Obert finanziert sich durch Spenden, IBAN: DE45 6649 2700 0088 5719 08, BIC: GENODE61KZT .

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