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Hofstetten Kommentar: Starkes Zeichen

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Von Lisa Kleinberger

Martin Aßmuth hat Recht: Die Kündigung eines Eislieferungsvertrags für ein kleines Freibad irgendwo im Schwarzwald wird den internationalen Großkonzern Nestlé nicht dazu bewegen, seine Geschäftspraktiken zu überdenken. Trotzdem setzt die Gemeinde damit ein starkes Zeichen. Allein die Stellungnahme, die Teil des Gemeinderatsbeschlusses ist, drückt alles aus, was zu diesem Thema zu sagen ist: Der Umgang des Konzerns mit Ressourcen ist mehr als fragwürdig. Seine Praktiken müssen hinterfragt und dürfen nicht verschwiegen werden. Die Gemeinde nimmt hier die Rolle eines Vorbilds ein. In der Praxis ist zwar klar, dass ihr Beschluss nichts ändern wird – ähnlich, wie es sich mit einem "Nestlé-Boykott" verhält, zu dem Verbände Verbraucher schon seit längerer Zeit aufrufen: Gut gemeint, unterstützenswert, aber nur schwer hundertprozentig umsetzbar. Denn der Konzern hat fast überall seine Finger im Spiel.

Trotzdem ist es wichtig, über seine Machenschaften zu sprechen (und auch nicht zu verschweigen, dass die Alternative ebenfalls keine weiße Weste vorzuweisen hat), damit das Bewusstsein der Bürger, der Endverbraucher, geschärft wird. Diese sollen immerhin bewusste Kaufentscheidungen treffen können. Bestenfalls findet sich jetzt ein regionaler Eis-Anbieter. Denn damit würde Hofstetten das deutlichste Signal pro Nachhaltigkeit senden. Doch der Beschluss ist schon einmal eines: Ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Nestlé selbst äußert sich auf dem Internetauftritt des Konzerns kurz und knapp über Boykott-Aufrufe:

"Dazu besteht aus unserer Sicht kein Grund. Immerhin gilt Nestlé als die Lebensmittelmarke, der Verbraucher in Deutschland am meisten vertrauen. In einigen Ländern gibt es generell Kritik an globalen Unternehmen. Häufig werden "historische" Themen aufgegriffen oder stark vereinfacht. Ja, wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht. Aber diese haben wir systematisch korrigiert und das direkte Gespräch mit Kritikern gesucht. Dass wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, bestätigen uns auch unabhängige Organisationen."

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Lisa Kleinberger

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