Machten sich vor Ort ein Bild (von links): Bürgermeister Henry Heller, Gemeinderätin Elisabeth Kornmaier und Veronika Neumaier, Diplom-Biologe Alfred Winski, Gemeinderat Josef Allgaier und Dietmar Ribar vom betreuenden Ingenieurbüro. Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder-Bote

Bei Bepflanzung des Areals am Hofstetter Dorfbach sind unterschiedliche Aspekte gefragt

Von Christine Störr Hofstetten. Die Arbeiten an der Großbaustelle "Dorfbach" haben wieder begonnen und auch die erste Bepflanzung mit Wurzelstöcken und Weiden ist erfolgt. Um Bedenken der Gemeinderäte über die Dichte der späteren Anlage und die Pflanzenauswahl vor Ort zu diskutieren, waren Diplom-Biologe Alfred Winski und Dietmar Ribar vom zuständigen Ingenieurbüro nach Hofstetten gekommen.

"Was die Arten für die vorgeschriebene standortnahe Bepflanzung angeht, sind wir auf Schwarzerle, Esche, Eiche, Linde oder Hasel beschränkt", schickte der Biologe seinen Erklärungen voraus. Die gesamte Bachverbreiterung stelle aus naturschutzrechtlicher Sicht einen sehr großen Eingriff dar. Deshalb müsse ein entsprechender ökologischer Ausgleich geschaffen werden, bei dem der Hochwasserschutz absolute Priorität genieße. "Die Gestaltung stand nicht im Vordergrund, diese muss sich später im Bestand regeln. Die Sachen, die jetzt im Boden sind, bleiben für den Hochwasserschutz erst einmal drin", so Winski, der vom baldigen Ausschlagen und Wachstum der Pflanzen überzeugt war. Ein späteres Zuwachsen der Anlage mit Hecken und Sträuchern sei bei entsprechender Pflege durch die Gemeinde in den Griff zu bekommen. Damit der mittlerweile verkleinerte Waldsee nicht mehr in der bisherigen Form versandet, wird der Einlaufbereich noch einmal verändert und damit die Strömung abgewandelt. "Hier müssen Erholungswert, Ökologie und Hochwasserschutz in Einklang gebracht werden", so Henry Heller.

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