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Hofstetten "Ein Entwurf, auf den man sich freut"

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Die "Kinderscheune" ist von örtlichen Fassaden inspiriert. Insgesamt wird mit sechs Gruppen geplant. Grafik: WWG-Architekten Foto: Schwarzwälder Bote

Hofstetten bekommt eine "Kinderscheune". Das ist zumindest der Arbeitstitel des Entwurfs, der den Architektenwettbewerb für den Kindergartenneubau gewonnen hat.

Hofstetten. Nachdem die Einspruchsfristen verstrichen sind, wurde der Siegerentwurf am Montagvormittag im Rathaus vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass der Sieger – das Planungsbüro WWG-Architekten aus Biberach – sich viele Gedanken dazu gemacht hat, wie der Neubau sich in die Umgebung einfügen kann. Das Ergebnis: Ein zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach und tiefen Dachvorsprüngen, dessen Fassade durch Holzlamellen strukturiert wird.

Christoph Wussler freute sich, dass er über den "großen Umweg" der EU-weiten Ausschreibung der Architektenleistungen den Zuschlag für ein Projekt vor der Haustür erhalten hat. Er informierte im Beisein von Bürgermeister Martin Aßmuth und dessen Stellvertretern Bernhard Kaspar, Meinrad Mickenautsch (beide CDU) sowie Arnold Allgaier (FW) über die Pläne.

Bekanntlich soll der Neubau am Ortseingang erfolgen. Laut Wussler wird das Gebäude nah an die Hofstetter Straße gerückt, um in Richtung Bach einen möglichst großen Außenspielbereich zu erhalten. Die Längsseite (61,5 Meter) verläuft entlang der Hofstetter Straße, an der Stirnseite (17,5 Meter) entstehen die Parkplätze. Geplant sei der Bau mit einer möglichst kompakten Anordnung, "um das Restgrundstück bestmöglich zu erhalten", so Wussler. Durch die Anordnung schirmt das Gebäude den Spielbereich zudem gegenüber der Wohnbebauung auf der anderen Straßenseite ab.

Ausgeführt werden soll der Kindergarten in Holzskelettbauweise. Diese orientiert sich an traditionellen regionalen Gebäudetypen. Namentlich stand das Ökonomiegeäude der "Drei Schneeballen" Pate für die Fassen-Ausführung, erklärte Wussler. Das Gebäude müsse in die Umgebung passen – würde es um einen Stadtkindergarten gehen, würde dieser sicher anders aussehen. "Aber wir befinden uns hier im ländlichen Bereich."

Vorgesehen sind im Untergeschoss zwei U 3-Gruppen. Im Obergeschoss werden drei Ü 3-Gruppenräume entstehen und ein weiterer Kombiraum, in dem eine gemischte oder weitere Ü 3-Gruppe untergebracht werden kann. "Damit können wir auf wachsende Kinderzahlen reagieren", so Wussler.

Der Eingangsbereich wird hell mit vielen Glaswänden getaltet, die zwei Feuerschutztreppen außen am Gebäude sollen auch als Garten-Abgänge genutzt werden. Er hoffe, dass sie für ihren eigentlichen Verwendungszweck nie zum Einsatz kommen, sagte Wussler.

Möglichst großer Spielbereich

Den Beteiligten war bewusst, dass es am Montag um die Vorstellung eines Vorentwurfs ging, der sich in den folgenden Diskussionen in Teilen ändern wird. Auf Nachfrage von Mickenautsch erklärte Wussler, es gebe noch kein genaues Konzept hinsichtlich der Baumaterialien – erst einmal solle das Brandschutzgutachten kommen. Kaspar hinterfragte den Pflegausfwand der Holzfassade für die Gemeinde, auch hier wird später diskutiert. Allgaier fasste zusammen, was auch Aßmuth bekräftige: "Das ist ein Entwurf, auf den man sich freut."

Ob es in Corona-Zeiten noch zu einer Bürgerinformation kommen wird, wird geprüft. Insgesamt hat die Gemeinde einen "sportlichen" Plan vor sich, wie Aßmuth ausdrückte: Der Bebauungsplan soll Ende Januar 2021 rechtskräftig sein, in diesem Zeitrahmen bewegt sich auch die Antragstellung. Er hoffe, dass das Kultusministerium nicht einfach bestehende Anträge abarbeite, wenn es an neue Förderungen gehe, betonte Aßmuth.

Dass der Bedarf da sei, zeige der Blick in die Nachbargemeinden. Ohnehin stünden für das kommende Kindergartenjahr bereits 17 Kinder auf der Hofstetter Warteliste und der Container sei nur befristet angemietet.

Bürgermeister Martin Aßmuth erklärte auf Nachfrage, dass ein Kostenrahmen "in Richtung von fünf Millionen Euro" für das Projekt realistisch sei. Auch wenn die Rahmenbedingungen im Moment schwierig sind, "wollen wir das Projekt auf jeden Fall durchziehen", machte er deutlich. Aus den Anträgen auf Ausgleichsstock-Mittel habe Biberach für ein vergleichbares Projekt eine Förderung in Höhe von 600 000 Euro erhalten. "Diese Größenordnung muss unser Ziel sein", so Aßmuth.

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