Am Sonntag, 14. März, wird in Baden-Württemberg der Landtag gewählt. Trotz des erhöhten Aufwands sehen sich die Rathäuser im Kinzigtal aber gut vorbereitet. Symbolfoto: Kastl Foto: Schwarzwälder Bote

Landtagswahl: Vorbereitungen liegen im Zeitplan / Hohe Beteiligung bei Briefwahlen / Mehr Wahlhelfer

Noch wenige Wochen sind es bis zu den Landtagswahlen am Sonntag, 14. März. Hinter den Kulissen laufen in den Kommunen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Der Schwabo hat sich in den Rathäusern umgehört.

Mittleres Kinzigtal. Vorweg: alle Kommunen im Kinzigtal liegen im Zeitplan und sehen sich für die Wahlen im Corona-Jahr gut gerüstet. nHofstetten: Alles verlaufe nach Plan, meldet Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth. Eine hohe Beteiligung bei den Briefwahlen werde beobachtet, berichtet er. Die Hygienebestimmungen seien praktikabel, allerdings entstehe für die Gemeinde ein finanzieller Mehraufwand wegen der Schutzvorrichtungen wie etwa Spuckschutz. "Derzeit sieht es so aus, dass auch im Rathaus gewählt werden kann", so Aßmuth weiter. Auch bei den Wahlhelfern sei "alles wie bisher und in Butter." Zusätzliche Wahlhelfer seien nicht vorgesehen. nSteinach: Auch in Steinach seien bereits viele Anträge auf Briefwahl eingegangen, die gerade bearbeitet werden, so Simone Muth aus dem Hauptamt. "Dem Schutz der Gesundheit muss oberste Priorität eingeräumt werden", schreibt sie. Das gelte sowohl für die Wahlhelfer als auch für die Wähler. Erstere erhalten FFP-2-Masken, außerdem sind sie durch einen Spuckschutz geschützt. Zudem sind zusätzliche Helfer eingeteilt, die sich um die Umsetzung der Hygienemaßnahmen kümmern. Die Anzahl der Wahllokale ist unverändert geblieben. Die Steinacher können in der Turn- und Festhalle ihre Stimme abgeben und die Welschensteinacher im Foyer der Allmendhalle. nHornberg: In Hornberg sei ein Hygienekonzept in Bearbeitung, das entsprechend der Corona-Verordnung aktualisiert wird. Am Wahltag sollen die Bestimmungen dann den Wählern durch Ausschilderungen oder Kennzeichnungen am Boden verdeutlicht werden, meldet Isabel Fengler von der Stadtverwaltung Hornberg. Zwei von vier Wahllokalen wurden durch größere Räumlichkeiten ersetzt, damit das Hygienekonzept umgesetzt werden kann. Auf Wahlhelfer, die zur Risikogruppe gehören, wurde verzichtet. Der Briefwahlvorstand sei personell verstärkt worden und beginne mit seiner Arbeit bereits zwei Stunden früher als sonst.nOberwolfach: Bereits im Dezember wurde in Oberwolfach beschlossen, dass die bisher zwei Wahllokale zu einem in der Festhalle zusammengezogen werden. "So ist eine bessere Besucherlenkung möglich", erklärt Bürgermeister Matthias Bauernfeind. Zudem gebe es in diesem Jahr eine "extrem hohe" Briefwahlquote. An die Wahlhelfer sollen FFP-2-Masken ausgegeben werden, außerdem werden Spuckschutze installiert. Auch die Schichten der Wahlhelfer wurden geändert: Statt vier sind sie nun zwei Stunden dabei, dadurch gebe es auch mehr Auszählungsgruppen. "Außerdem gibt es zusätzlich Springer, die einspringen, falls ein Wahlhelfer erkranken sollte", erklärt Bauernfeind. Außerdem prüfe die Gemeinde gerade, ob für die Wahlhelfer ein freiwilliger Schnelltest zur Verfügung gestellt werden könnte.

nHausach: "Bei dieser Landtagswahl kommt erstmals das neue EDV-Wahlprogramm ›Wahlmanager‹ zum Einsatz. Alle erforderlichen Daten wurden eingepflegt. Die Wahlunterlagen wurden vor einiger Zeit bestellt und sind bereits eingetroffen", antwortet Bürgermeister Wolfgang Hermann. Die bereits angeforderten Briefwahlunterlagen würden derzeit vom Bürgerbüro bearbeitet. Die Graf-Heinrich-Schule bleibt das Wahllokal für die drei Urnenwahlbezirke. Der Briefwahlbezirk wurde zur Entzerrung vom Lehrerzimmer der Graf-Heinrich-Schule in die Gymnasiumshalle des Robert-Gerwig-Gymnasiums verlegt. "Wir haben überwiegend auf die städtischen Bediensteten und Gemeinderäte als Wahlhelfer zugegriffen, die mit den Hygienevorschriften bereits vertraut sind", so Hermann. Außerdem werden "Coronabeauftragte" eingesetzt, die die Wähler gegebenenfalls auf die Einhaltung der Regel hinweisen.

nWolfach: Im Wolfacher Rathaus laufen die Vorbereitungen auf die Wahl ebenfalls planmäßig. "In Wolfach wurde die Anzahl der Wahllokale nicht verringert. Dadurch kann auch die Anzahl von Wählern, die in einem Wahlraum ihre Stimme abgeben, geringer gehalten werden", informiert Geppert. Allerdings werden zum Teil andere Räumlichkeiten genutzt. Unter anderem werden die beiden Wahllokale, die bisher im Rathaus waren, diesmal in der Schloßhalle sein. "Somit können die Abstandsregelungen problemlos eingehalten werden", so Geppert weiter. Die Anzahl der Wahlhelfer im Briefwahlbezirk wurde verdoppelt.

nFischerbach: Grundsätzlich würden sich die Vorbereitungen nicht von bisherigen Landtagswahlen unterscheiden, so Bürgermeister Thomas Schneider. Außergewöhnlich sei aber die Werbung für die Briefwahl. "Wir hoffen, dass dadurch die Zahl der Besucher im Wahllokal geringer wird, die Wahlbeteiligung aber trotz Pandemie hoch sein kann", meint er. Trennscheiben trennen die Wahlhelfer von den Wählern, Masken, Desinfektionsmittel und Lüften bieten weiteren Schutz. Die Wahl erfolgt wie bisher im Trauzimmer im Rathaus. Um Begegnungsverkehr zu vermeiden, wird der Westeingang zu Einlass genutzt. Den Wahlhelfern wird zudem ein Schnelltest angeboten, so Schneider. "Dadurch können wir vermeiden, dass von den Wahlhelfern eine Ansteckung ausgeht. Nach der Wahl bieten wir einen PCR-Test an, der dann hoffentlich negativ ausfällt."nMühlenbach: Das Mühlenbacher Rathausteam liegt ebenfalls gut im Zeitplan. Der Schutz der Bürger stehe an oberster Stelle, betont Bürgermeisterin Helga Wössner. Im Wahllokal befinden sich drei Wahlhelfer und es dürfen nur bis zu drei Wähler das Wahllokal betreten. Zusätzliche Corona-Tests für die Wahlhelfer vorab sind noch in der Prüfung. Mit den vorgesehenen Maßnahmen können die Wähler das bisher übliche Wahllokal unbesorgt nutzen. Die Wahlhelfer erhalten im Vorfeld entsprechende Hinweise, welche Maßnahmen am Wahltag umzusetzen sind. Außerdem gibt es auch in Mühlenbach mehr Wahlhelfer als sonst.

Für die Bürger gelten am Wahlsonntag besondere Hygieneregeln. Dazu zählen:

n Das Tragen einer medizinischen oder FFP 2-Maske

nDas Desinfizieren der Hände vor dem Eintritt ins Wahllokal

nDie Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen

nDie Wähler werden außerdem gebeten, ein nicht radierfähiges eigenes Schreibutensil mitzubringennIn den Lokalen gelten Eingangsbeschränkungen und zum Teil Einbahnregelungen, um die Begegnungen zu minimieren

n Die Wahlkabine und die Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert, zudem wird gut gelüftet.  

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