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Hofstetten Auch "Aktion Mensch" ist dabei

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Der alte Anbau ist abgebrochen, derzeit baut die Hofstetter Firma Singler den neuen Sanitärtrakt. Foto: Störr

Hofstetten - Ende Januar hat der offizielle Spatenstich zur umfangreichen Sanierung und zum Umbau des Fehrenbacherhofs stattgefunden. Der Schwabo war vor Ort und hat sich über den Baufortschritt informiert.

Der ehemalige Anbau ist abgebrochen, jetzt hat die Hofstetter Firma Singler mit dem Neubau des Sanitär-Trakts begonnen. Im Zuge der Arbeiten wird der Fehrenbacherhof barrierefrei ausgebaut und renoviert, das Dach und die Heizungsanlage erneuert sowie die Außenhülle energetisch saniert.

Die notwendige Sanierung wurde durch das Haslacher Architekturbüro Hättich und Faber zukunftsweisend und kostensparend geplant. Der neue Anbau ermöglicht im Erdgeschoss Barrierefreiheit und schafft Raum für zusätzliche Sanitärräume im Obergeschoss sowie für einen weiteren Schlafraum im Dachgeschoss.

Um das beliebte "Freizeitheim mitten in Gottes Schöpfung" auch künftig kostengünstig vermieten zu können, wurden in den vergangenen drei Jahren mit viel Engagement von Gruppen und Einzelpersonen Spenden gesammelt. Mit einem Teil des Haslacher Weihnachtsmarkt-Erlöses beteiligte sich die gesamte Raumschaft ein Stück weit am Projekt Fehrenbacherhof, die Kommunen leisteten ebenfalls ihren Beitrag. Verschiedene Zuschüsse und eine Großspende der Hans-Jürgen-Klaussner-Stiftung sicherten schließlich die Finanzierung (siehe Info).

Und obwohl das Freizeitheim von der evangelischen Kirche getragen wird, haben sich die Menschen konfessionsübergreifend eingebracht. Denn auch die Vermietung erfolgt konfessionsübergreifend und steht Gruppen und Vereinen aller Religionen offen – seit beinahe 50 Jahren.

Ein Blick in die Geschichte des Fehrenbacherhofs zeugt bereits um das Jahr 1700 vom "Realrecht zum Betreiben einer Wirtschaft" für den damaligen Eigentümer Georg Fehrenbacher. Sein "Zum Schwarzen Adler" sei zum beliebten Ausflugsort und für Familienfeiern geworden, über etliche Generationen hinweg sei das Hofgut in der Familie Fehrenbacher verblieben. Selbst der Pfarrer und Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob widmete sich in seinen "Schneeballen" und der Geschichte "Der Wendel von der Schanz" dem Familienleben der Fehrenbachers.

Mit Versteigerung des Hofes endete diese Familiengeschichte im oberen Altersbach 1886, die Besitzer wechselten, bis im Jahre 1909 der Firmeninhaber der Kehler "Ludwig Trick Zellulosefabrik" das Anwesen in ein idyllisches Familien- und Ferienhaus ausbaute. 1960 übernahm Ernst Ludwig Schmidt als Enkel des Firmengründers den Fehrenbacherhof, die Bewirtschaftung wurde nach dem frühen Tod seiner Frau zunehmend schwierig. Auf Anraten des damaligen Hofstetter Bürgermeisters Franz-Josef Krämer ergaben sich erste Überlegungen, das mittlerweile leerstehende Stall- und Scheunengebäude für ein Wohnheim zu nutzen. Die Voranfragen der evangelischen Gemeinde Haslach im Einvernehmen mit der Familie Schmidt bei kirchlichen und politischen Behörden seien ermutigend gewesen. Nach Genehmigung des Planentwurfs samt Kostenrahmens kaufte die evangelische Kirchengemeinde das Gebäude mit umliegendem Gelände und gegenseitigem Wegerecht.

Im Jahr 1970 wurde schließlich der Bauantrag für den Umbau des Gebäudes in ein Jugendheim genehmigt, am 5. Oktober 1971 erfolgte die Einweihung durch den damaligen Landesbischof. Im November 1975 wurde dann die Bauvoranfrage für die Versetzung eines Ökonomie-Gebäudes von Steinach nach Hofstetten gestellt und die Scheune am 5. Juni 1977 eingeweiht. Die oberhalb stehende Johanneskapelle wurde schließlich im Juni 1980 eingeweiht.

Beim Spatenstich im Januar rechnete Haslachs Ehrenbürger Heinz Winkler seitens des Bau-Ausschusses mit Gesamtkosten von 660 000 Euro für den Umbau und die Sanierung des Fehrenbacherhofs. Als größte Förderung bezeichnete er Leader-Gelder in Höhe von 194 000 Euro, den Beitrag der Kommunen mit 100 000 Euro, die Großspende der Stiftung mit 100 000 Euro, Gelder von "Aktion Mensch" in Höhe von 60 000 Euro und den Beitrag der evangelischen Landeskirche mit 75 000 Euro.

Ihre Redaktion vor Ort Haslach

Lisa Kleinberger

Fax: 07832 9752-15

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