Der Funkmast wird beim Hofstetter Hochbehälter errichtet. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Infrastruktur: "Deutsche Funkturm" soll Sendemast in Hofstetten errichten / Gemeinderat bewilligt Antrag

Die "Deutsche Funkturm GmbH" wird als Tochterunternehmen der Deutschen Telekom oberhalb des Hofstetter Wasserreservoirs einen Sendemast errichten. Der Bauantrag passierte den Gemeinderat einstimmig.

Hofstetten. Seit 2018 ist der Sendemast der "Deutschen Funkturm" als Tochter der Telekom immer wieder Thema im Hofstetter Gemeinderat.

Im Mai 2019 fiel der positive Grundsatzbeschluss zur neuen Antenne. "Es hat zahlreicher Gespräche bedurft, bis der Bauantrag eingereicht werden konnte", erklärte Bürgermeister Martin Aßmuth.

Hauptamtsleiter Mike Lauble informierte über die Ausführung des Sendemasts als Stahlrohr-Antennenträger mit Outdoor-Technik auf einer neun Quadratmeter großen Fundamentplatte. "Der Mast hat eine Höhe von 20 Metern und verfügt über eine Sicherheits-Steigleiter-Anlage mit Besteigschutz", zeigte er die Ausführung auf.

Zur Errichtung der Anlage auf Gemeindefeld sei eine Baulast notwendig, deren Übernahme der angrenzende Grundstückseigentümer bereits zugesagt habe. Auch die Standort-Bescheinigung über den Schutz von Personen vor elektromagnetischen Feldern liege vor, derzeit laufe die Abstimmung des Baurechtsamtes mit den Anwohnern.

Gemeinderat Arnold Allgaier (FW) verwies auf die jahrelange Vorgeschichte des Funkmastes (siehe Info) und erkundigte sich nach der neuen gesetzlichen Regelung, wonach mehrere Betreiber einen Sendemast nutzen können.

Doch Bürgermeister Martin Aßmuth verdeutlichte, dass eine gemeinsame Nutzung für keinen der Funkmast-Betreiber in Hofstetten eine Option wäre. "Durch den abgerückten Standort wird ein Stück weit eine Verbesserung erzielt, weil der Mast dann nicht mehr direkt auf dem Hochbehälter installiert ist", befand der Bürgermeister. Auf die Frage von Stefan Schwendemann (CDU) nach der Zeitschiene, hielt sich Aßmuth vage: "Je schneller, desto besser." Er könne kein konkretes Zeitfenster benennen, wisse aber aus vergleichbaren Projekten, dass durchaus ein bis zwei Jahre ins Land gehen könnten.

Seit 2007 beschäftigt die Mobilfunkversorgung in Hofstetten, immer wieder hatte es seitens der Bürger Bedenken in Sachen Strahlenbelastung gegeben. Die Gemeinde hatte den Vertrag der Deutschen Funkturm GmbH für den Sendemast auf dem Wasserreservoir bereits vor zehn Jahren zum 31. Mai 2022 gekündigt und auf die Mit-Nutzung des O2-Masts am oberhalb gelegenen Waldrand gehofft. Doch aufgrund der Topographie und der damit verbundenen schwierigen Versorgung wird nun am Standort neben dem Hochbehälter festgehalten, Leerrohre zur notwendigen Glasfaser-Anbindung sind bereits verlegt worden.

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