Andreas Thuresson ging mit gutem Beispiel voran. Foto: Morat

Für uns ist der schwedische Goalie Joacim Eriksson der Spieler der Saison bei den Wild Wings. Doch auch viele andere Akteure wussten mit starken Leistungen zu überzeugen. 

#60 Joacim Eriksson

Mit Fragezeichen betrachteten Kritiker Anfang des Sommers 2020 den Transfer des schwedischen Goalies Joacim Eriksson. Bei seinem ersten Spiel im MagentaSport-Cup im November zeigte Eriksson eine gute Leistung, jedoch tauchten weitere Fragezeichen wegen seiner Verletzung auf. „Damals hatte ich ein paar Blessuren. Mein Anspruch ist es aber immer bei 100 Prozent zu sein“, sagte der Schwede später. Pünktlich zum Saisonstart kehrte er zwischen die Pfosten zurück, brachte Spiel für Spiel bessere Leistungen und glänzte mit spektakulären Saves. Schnell wurde klar, dass in Schwenningen mit Eriksson einer der besten Torhüter in dieser Saison spielt. Dass die „schwedische Wand“ das Rückgrat der Mannschaft bildet, wurde auch in der Zeit seines Fehlens Anfang April bemerkbar. In vier Spielen, bei dem er aufgrund eines Trauerfalls fehlte, holte seine Mannschaft keinen Sieg und kassierte 21 Gegentore. Mit ihm kassierten die Wild Wings in der Hauptrunde durchschnittlich jedoch nur 2,45 Gegentore im Schnitt. Eriksson ist der Wild Wings Topspieler der Saison.

#44 Patrik Cerveny

Cerveny zeigte in der Vorbereitung, dass er als junger Back-Up durchaus überzeugen kann. In der Saison kam er auf insgesamt acht Spiele, in denen er aber zu überhastet agierte und zu viele haltbare Gegentore kassierte. Mit ihm gewann man nur ein Spiel.

#4 Colby Robak

Der Assistenzkapitän ging in dieser Saison voran und war auf und neben dem Eis eine Persönlichkeit. Durchschnittlich 21:30 Minuten war der Abwehrstratege auf dem Eis und war sowohl im Unterzahl, als auch im Powerplay, der Dauerbrenner.

#5 Dylan Yeo

Wie in der vergangenen Saison, war Yeo auch in dieser Spielzeit ein Verteidiger, der oft kopflos nach vorne stürmte und in der Abwehr immer für einen Patzer gut war. Hin und wieder brachte der Kanadier auch mal ansprechende Leistungen, doch einige Spiele mit zahlreichen Fehlern überwogen.

#6 Benedikt Brückner

Der dienstälteste Schwenninger bekam diese Saison oftmals nur den Part als siebter Verteidiger. Brückner fehlte ein paar Wochen verletzungsbedingt, war aber danach zur Stelle, wenn man ihn brauchte.

#52 Johannes Huß

Huß kam als junger, entwicklungsfähiger Verteidiger nach Schwenningen und spielte fast wie ein gestandener Spieler. Er fällt mit einem soliden Zweikampfverhalten auf, hatte jedoch oftmals Schwierigkeiten mit dem Spielaufbau. Als Perspektivspieler wurde der 22-Jährige in die Nationalmannschaft berufen.

#58 Christopher Fischer

Fischer avancierte zu einem zuverlässigen Defensivmann, der jedoch im Angriffsdrittel oftmals Pech hatte. In der Defensive macht er seinen Job ordentlich, im gegnerischen Drittel fehlt ihm die Präzision bei Bluelinern.

#78 Will Weber

Der Abwehrhüne überzeugte mit einem robusten Spiel, das den Gegner in die Schranken wies. Wenn Weber auf dem Eis ist, herrscht Sicherheit. Allerdings fiel er gegen Ende der Saison mit vermehrten Strafzeiten auf, die auch Punkte kosteten.

#82 Emil Kristensen

Zu Beginn seiner ersten DEL-Saison hatte er noch Probleme mit der Adaption. Nach seiner langen Schulterverletzung kehrte der Däne aber stärker zurück und weiß, einen guten ersten Pass zu spielen, womit er einer von wenigen im Team ist.

#16 Maximilian Hadraschek

Hadraschek steigerte sich im Saisonverlauf und scorte gegen Ende immer mehr. Allerdings hat die Nummer 16 im Bullyspiel noch große Schwächen. Mit ausgekugelter Schulter musste der 26-Jährige die letzten Spiele von der Tribüne verfolgen.

#26 David Cerny

Der „Eigengewächs“ der Wild Wings etablierte sich in dieser Saison in der Profimannschaft. Er belohnte sich mit seinen ersten DEL Treffern, hat aber in allen Belangen noch zu lernen.

#36 Andreas Thuresson

Der 33-Jährige Schwede blieb dieses Jahr von Verletzungen verschont und spielte die Rolle des Topscorers. Zusammen mit Bourke versteht er sich blind und scorte regelmäßig.

#40 Darin Olver

Mit 36 Jahren der Älteste im Team, aber auch der Pechvogel. Zuerst verletzte der Routinier sich am rechten Knie schwer, kehrte jedoch zurück. Später allerdings riss das Kreuzband im linken Knie, womit die Saison für ihn zu Ende war.

#43 Alexander Weiß

Alex Weiß ist die Schwenninger Kampfmaschine. Egal wie es steht, egal wie viele Schüsse er abbekam, er kämpft weiter und stellt sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft. Ebenso adaptiert er sich in jeder Reihe und kam sowohl im Unterzahl, als auch im Powerplay zum Einsatz.

#48 Cedric Schiemenz

Schiemenz spielte in dieser Saison so gut wie keine Rolle. Er spielte in der vierten Reihe oder war als überzähliger Spieler auf der Tribüne. Die erbrachten Leistungen gaben aber auch keinen Grund für mehr.

#57 Daniel Weiß

Daniel Weiß verbrachte die Vorbereitung schon mit der Mannschaft, wurde dann nachverpflichtet, als die Verletzungswellen kamen. Allerdings blieb er hinter den Erwartungen zurück und hatte manchmal Probleme mit dem Tempo der Liga.

#64 Boaz Bassen

In seiner zweiten vollständigen Saison im Profibereich machte Bassen einen weiteren Schritt nach vorne. Er passte gut in die Reihe von Thuresson und Bourke und überzeugte mit seiner Schnelligkeit. Seine große Schwäche ist allerdings der Abschluss vor dem Tor, auch muss er noch etwas Muskelmasse zulegen. Der 21-jährige darf zur WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft reisen.

#70 Troy Bourke

Wie auch in der vergangenen Saison ein Juwel der Schwenninger. Sein Stickhandling und seine Spielideen führen oftmals zu Toren, die er vorbereitet oder auch selbst erzielt. Zusammen mit Thuresson erzielte das Duo über 60 Scorerpunkte. Somit ist der 27-jährige ein Objekt der Begierde auf dem Transfermarkt.

#71 Travis Turnbull

Turnbull läuft in Schwenningen erstmals in seiner Karriere mit dem „C“ auf der Brust auf. Dementsprechend ist er auch die Persönlichkeit auf und neben dem Eis. Er ist über seinen Zenit, was beim Scheibenbesitz auffällt und auch seine Scorerqualitäten lassen zu wünschen übrig.

#77 Daniel Pfaffengut

Auch Pfaffengut machte in seiner Entwicklung einen Schritt vorwärts. Besonders Gefallen findet man an seinem körperbetonten Spiel und auch seine Abschlussstärke kann sich sehen lassen. Pfaffengut darf als Perspektivspieler in die WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft einsteigen.

#90 Tylor Spink

Er und sein Zwillingsbruder sind Leib und Seele und verstehen sich blind. Besonders in der Überzahl sind die Beiden oftmals der entscheidende Faktor. Tylor besticht vor allem mit einem starken Bullyspiel, war aber ohne seinen Bruder nur ein Schatten seiner selbst.

#91 Marius Möchel

Möchel wurde kurz vor Saisonbeginn verpflichtet und fügte sich gut ein. Er kam zwischenzeitlich auch als Verteidiger zum Einsatz, wo er seinen Job bravourös machte, sogar besser gefiel wie als Stürmer. Er ist ein unauffälliger Spieler, auf den Verlass ist.

#95 Jamie MacQueen

Im Gegensatz zur letzten Saison spielte MacQueen einen defensiveren Part in der Offensive und kam ebenso im Penaltykilling zum Einsatz. Allerdings geht ihm dadurch die Torgefährlichkeit ab, trotzdem strahlt der 32-jährige Gefahr aus und hat Zug zum Tor.

#96 Tyson Spink

Das Zusammenspiel von Tyson mit seinem Bruder Tylor ist eine Augenweide, besonders im Überzahlspiel. Sowohl läuferisch als auch technisch ist Tyson Spink auf einem hohen Niveau. Doch in Sachen Scorer-Qualitäten ist noch deutlich Luft nach oben.

 

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