Erlösung in der Nachspielzeit: Mit dem Treffer zum 3:1 von Gianluca Trianni (2. von rechts) war der siebte Saisonsieg der Nagolder in der Verbandsliga perfekt. Foto: Albert M. Kraushaar

Fußball-Verbandsligist VfL Nagold gewinnt mit Glück und Geschick 3:1 gegen den FC Wangen. Das Team von Trainer Armin Redzepagic verkürzt den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze auf vier Punkte.

 
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VfL Nagold – FC Wangen 3:1 (2:1). Nicht immer gewinnt im Fußball die bessere Mannschaft. Die Begegnung zwischen dem VfL Nagold und dem FC Wangen am 21. Spieltag der Verbandsliga war eigentlich eine klare Sache – aber nicht zugunsten der Platzherren. In den ersten 45 Minuten hatten die Zuschauer vier Torschüsse der Nagolder gesehen, dagegen zwölf der Gäste. Nach Toren aber lagen die Nagolder 2:1 in Führung.

Gäste aus Wangen haben ein klares Chancenplus

Die Dominanz der Gäste aus dem Allgäu nahm im zweiten Abschnitt zwar etwas ab, deren Chancen hätten normalerweise aber immer noch für drei Spiele gereicht. Doch mit dem Tor zum 3:1-Endstand setzte Gianluca Trianni dem Unvermögen der Gäste in der Nachspielzeit die Krone auf.

VfL-Coach Armin Redzepagic hatte auch im zweiten Spiel nach der Winterpause mit Marco Quiskamp (Sechserposition) und Burak Tastan (links in der Viererkette für den verletzten Dominik Pedro) auf Routine gebaut und vorne mit Elias Bürkle, David Weinhardt und Christos Tomaidis (links für Chris Wolfer) drei Spitzen aufgeboten. Im Mittelfeld führte erstmals Lysander Skoda den VfL als Kapitän auf den Kunstrasen. An seiner Seite stemmte sich Johannes Fleischle dem Druck der Allgäuer entgegen.

Marco Quiskamp auf der Sechserposition

Flanken, Standards, Pässe in die Schnittstellen, der FC Wangen war präsent, hatte das Geschehen im Griff – bis zur 19. Minute. Da traf Christos Thomaidis nach feiner Einzelleistung von der Strafraumlinie mit einem herrlichen Schuss in den Winkel. Zuvor hatte David Weinhardt angedeutet, dass der VfL auch mitspielen will.

Christos Thomaidis triffft genau in den Winkel

„Bevor die das 1:0 machen, müssen wir schon mit fünf Toren führen“ ärgerte sich Gäste-Trainer Candy Decker über vergebene Chancen von David Stojak, Oktay Leyla, Jan Gleinser, FC-Antreiber Simon Wetzel, Torjäger Okan Housein und Justin Schumacher. Angesichts der Qualität der Möglichkeiten machten sich auch eingefleischte VfL-Fans Sorgen, denn eigentlich konnte das nicht lange gut gehen.

Johannes Fleischle trifft zum 2:0

„Das Tor fiel zum richtigen Zeitpunkt“ so der Armin Redzepagic über das 2:0, erzielt von Johannes Fleischle in die Wangener Drangphase (25.) hinein nach starker Balleroberung durch Christos Thomaidis. Dritter Torschuss, zweiter Treffer – und bei den Gästen? Da bedurfte es eines Fehlers von VfL-Schlussmann Maksim Hoelpert (37.), der einen eher harmlosen Flankenball Jan Gleinser vor die Füße faustete, der dann ins Tor traf.

Glückliche Nagolder Pausenführung

Der Pausenstand war mehr als schmeichelhaft für Platzherren. VfL-Torwarttrainer Markus Burkhardt betrieb auf dem Weg zur Kabine „Aufbauarbeit“ bei Maksim Hoelper. Zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer zwei, drei gute Möglichkeiten durch Elias Bürkle und David Weinhardt und einen Kopfball von Admir Osmicic nach einem Eckstoß von Burak Tastan. Dann war der FC Wangen wieder an der Reihe. Housein (63.) zog knapp knapp drüber, Maksim Hoelper rettete gegen den eingewechselten Daniel Wellmann (66.).

Maksim Hoelper hält Nagolder Führung fest

Der VfL Nagold wehrte sich uns hatte nach 70 Minuten zwei Konterchancen. „Wenn wir die sauber fertig spielen ist das Ding durch“, blickte Armin Redzepagic auf die Möglichkeiten der eingewechselten Jan Beifuß und Tobias Essig (71./73.). Letzterer traf in der 81. Minute nur das Außennetz.

Der FC Wangen hatte zu diesem Zeitpunkt alles nach vorne geworfen und hinten auf Dreierkette umgestellt. Der VfL Nagold hatte jedoch weiter das Glück auf seiner Seite, als Housein (85.) die nächste Riesenchance liegen ließ und Wellmann freistehend Hoelper in die Arme köpfte (89.).

Schiedsrichter Niklas Straßer zeigte vier Minuten Nachspielzeit an. Kurz darauf nutzte der eingewechselte Gianluca Trianni seine Chance, um im Zusammenspiel mit Tobias Essig einen Konter zum 3:1 abzuschließen.