Die Planung für den Sport-Park Dammenmühle schreitet voran. Bis zu 2,4 Millionen Euro gibt die Stadt aus, um HC und SC Lahr Wünsche zu erfüllen. Fördergelder sind in Aussicht.
Nach dem Aus für das Projekt Sport-Kita geht es fix voran mit der Neustrukturierung des Sport-Areals an der Dammenmühle: Der Gemeinderat soll am kommenden Montag, 26. Januar, einen Beschluss über den Bau eines neuen Hockeyplatzes fassen. Auch die Sanierung des Fußball-Kunstrasenplatzes des SC Lahr steht auf der Tagesordnung.
Wie mehrfach berichtet, war der neue Platz Teil der Gesamtkonzeption an der Dammenmühle, die neben neuen Vereinsräumen für HC und TC Lahr auch eine Sport-Kita beinhaltet hatte. Nachdem der Gemeinderat dieses Gesamtprojekt als zu teuer befunden hatte, einigte man sich darauf, zumindest das Sportstättenkonzept umzusetzen. Heißt: Der Hockey-Club erhält einen neuen Platz und der Kunstrasenplatz des SC Lahr wird saniert.
Die neue Hockey-Heimat soll, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, „möglichst weit nach Norden“ verschoben werden. Heißt, auf die freie Fläche beim Tiergesundheitszentrum im Eck zwischen „Unterer Dammen“, Johann-Sebastian-Bach-Straße und „Industriehof“. Sollte am Montag schon der Beschluss gefasst werden, könnte das Planungsbüro schon zeitnah anfangen zu arbeiten und die Ausschreibung vorbereiten. „Idealerweise“, so die Verwaltung, könnte im Spätsommer mit dem Bau begonnen werden. Eine Fertigstellung sei dann bis Ende 2026 möglich.
Stadtverwaltung hofft auf Förderung über die „Sportmilliarde“
Nach aktueller Kostenberechnung geht die Stadt davon aus, dass 1,85 Millionen Euro fällig werden. Einsparmaßnahmen, „die ohne eine gravierende Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten getroffen werden konnten“, seien bereits berücksichtigt. Zusätzlich werden allerdings 15 Prozent als „Puffer“ eingeplant, um mögliche Kostensteigerungen ausgleichen zu können. Damit erhöht sich das Budget auf 2,12 Millionen Euro.
Auf der anderen Seite wiederum gibt es die Hoffnung auf Fördermittel: Landesmittel aus dem Programm zur Förderung des Kommunalen Sportstättenbaus in Höhe von 120 000 Euro werden beantragt. Auch einen Zuschuss aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, der sogenannten „Sportmilliarde“ des Bundes, könnte es voraussichtlich geben, da ein bestehender Hockey-Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wird. Hier stehen mindestens 250 000 Euro in Aussicht. Fördermittel vom Badischen Sportbund können nicht beantragt werden. Dazu müsste sich der Verein selbst zu 15 Prozent an den Kosten beteiligen. Der HC habe der Stadt bereits mitgeteilt, dass er dies nicht leisten könne, heißt es in der Vorlage. Ein ursprünglich ebenfalls geplantes Anspielfeld ist aktuell nicht für die Realisierung vorgesehen, informiert die Verwaltung in der Vorlage. Es könnte jedoch zu einem späteren Zeitpunkt noch gebaut werden.
Insgesamt 450 000 Euro soll die Sanierung des Kunstrasenplatzes des SC Lahr kosten. Der 2010 gebaute Platz, so die Verwaltung, hat inzwischen die durchschnittliche Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren überschritten. 25 Teams des Vereins nutzen den Platz für Trainings- und Spielbetrieb, nun soll der Belag ausgetauscht werden. Ein Zeitplan wird nicht genannt.
Die Stadt will die Bauherrschaft übernehmen, wird aber nicht die gesamten Kosten tragen. Laut Vorlage beteiligt sich der Verein mit 67 500 Euro, hinzu kommt dank der Eigenbeteiligung des SC Lahr ein Zuschuss des Badischen Sportbundes in Höhe von 120 000 Euro, sodass auf die Stadt 262 500 Euro entfallen. Von der „Sportmilliarde“ kann Lahr in diesem Fall nicht profitieren. Um in das Förderprogramm aufgenommen zu werden, muss eine Maßnahme mindestens 556 000 Euro kosten.
Um beide Vorhaben umzusetzen, werden im Haushaltsplan Mittel umgeschichtet und neu zugeordnet, informiert die Stadtverwaltung. Die Kosten in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro (ohne Fördermittel) können gedeckt werden, da die Mittel für das Projekt Sport-Kita nicht abgerufen werden.
Derweil noch kein Thema ist der Bau von neuen Vereinsräumen für HC und TC. Es ist ein offenes Geheimsnis, dass zwischen Stadt und Vereinen weder bezüglich des Standorts noch des Umfangs Einigkeit besteht.
Sitzung schon um 17 Uhr
Die erste Sitzung des Lahrer Gemeinderats im Jahr 2026 beginnt am Montag, 26. Januar, um 17 Uhr, eine halbe Stunde früher als üblich, im Ratssaal im Rathaus II. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem noch ein Projektbericht über die Neukonzeption des BGL, die Umbenennung der Musikmedaille in „Goldene/Silberne Note“ sowie ein Ausblick aufs Jubiläum 750 Jahre Lahr. Darüber hinaus soll festgelegt werden, welche Lahrer Sportler für ihre Leistungen im vergangenen Jahr geehrt werden.