Vollen Einsatz wie hier von Leander Vochatzer im Heimspiel gegen Trier will Martin Braun auch am Samstag sehen. Nach dem schwachen Auftritt in Worms soll gegen Hoffenheim II wieder ein anderes Gesicht gezeigt werden. Foto: Kara

Im letzten Heimspiel der Saison empfängt die TSG Balingen mit Hoffenheim II das formstärkste Team der Liga. Martin Braun spricht von einem „super schönen Spiel“, welches am Samstag um 14 Uhr startet.

36 von 45 möglichen Punkten, dazu ein Torverhältnis von 42:7 – die Rückrundenbilanz der Hoffenheimer Zweitvertretung liest sich durchaus beeindruckend.

Neun Siege in Serie

Noch eindrucksvoller ist der Blick auf die vergangenen neun Partien, welche die Mannschaft von Vincent Wagner alle gewinnen konnte und dabei 35:2 Tore aufweist. Es kommt also eine maximal schwierige Aufgabe auf die TSG Balingen zu, das weiß auch Trainer Martin Braun: „Hoffenheim ist schon in einer super Verfassung. Zu Beginn des Jahres haben sie fünfmal nicht gewonnen, seit her aber einen tollen Lauf.“

Ein 9:1 bringt die Wende

In der Tat kamen die Kraichgauer gar nicht so gut ins neue Jahr, konnten ihre Nachholspiele aus der Vorrunde allesamt nicht gewinnen. Der Knoten platzte dann mit dem 9:1-Kantersieg gegen den Bahlinger SC am 1. April. Braun meint: „Man muss dem Trainer-Team schon Respekt zollen, denn die Mannschaft hat sich nochmals weiterentwickelt. Sie sind vorne noch gefährlicher geworden und haben im letzten Drittel eine wahnsinnige Qualität.“

Dabei wird das Toreschießen auf mehrere Schultern verteilt: Fisnik Asllani hebt sich mit seinen 14 Tore zwar etwas ab, aber auch Routiniert Nick Proschwitz hat schon zehnmal getroffen, es folgen etliche Akteure mit fünf bis sieben Treffern.

Starke Leistung im Hinspiel

Gut in Form war „Hoffe zwo“ aber auch vor der Hinrunden-Partie, die wegen starken Nebels ja einmal verschoben werden musste. Dort hatte die Wagner-Elf sechs Spiele in Folge gewonnen, ehe es gegen die TSG eine 0:2-Pleite setzte. Matchwinner war Pedro Almeida Morais mit einem Doppelpack. „Das war ein schönes Erlebnis. Wir haben es enorm gut hinbekommen zu verteidigen, waren sehr präsent und haben uns im richtigen Moment auch geholfen“, denkt Braun zurück, der zudem sagt: „Das war schon eines unserer besten Spiele in dieser Saison.

Eine solche Top-Leistung wird die TSG auch am Samstag brauchen, wenn sie den Platz nicht als Verlierer verlassen möchte. Personell hat sich die Situation etwas entspannt: Die zuletzt fehlenden Schmitz, Awortwie-Grant, Müller und Fritschi kehren wohl zurück, ein Fragezeichen steht noch hinter Tim Wöhrle. „Er hat Rückenprobleme. Für unsere Verhältnisse hatten wir zuletzt schon sehr viele Blessuren, da spürt man die hohe Belastung der vergangenen Wochen“, so Braun.

Dank an Lindenmair

Trotz der Schwere der Aufgabe freut sich Braun auf die letzte Heimpartie der Saison. Er spricht von einem „super schönen Spiel“, bei welchem hoffentlich auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen werden. Zudem ist es das letzte Heimspiel für den scheidenden Geschäftsführer Jan Lindenmair. Braun sagt: „Die Zusammenarbeit hat immer gut funktioniert.“