Der Evangelische Kindergarten im Wildberger Gemeindezentrum soll mit Landeszuschüssen modernisiert werden. Jetzt wird ein weiterer Förderantrag gestellt.
„Wir wollen einen zweiten Anlauf nehmen“, erinnerte Abteilungsleiter Till Brieger daran, dass das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ im vergangenen Jahr stark überzeichnet war und die Schäferlaufstadt nicht zum Zug kam. Der Wildberger Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für eine erneute Antragstellung für den baden-württembergischen Investitionspakt.
Die Evangelische Kirchengemeinde beabsichtigt weiterhin eine umfassende bauliche Modernisierung und Sanierung des Evangelischen Kindergartens im Wildberger Gemeindezentrum. Ziel ist die langfristige Sicherung und qualitative Weiterentwicklung des bestehenden Kindergartenstandorts sowie die Anpassung an aktuelle bauliche, energetische und pädagogische Anforderungen.
Neben der grundlegenden Sanierung der baulichen Substanz und der technischen Gebäudeausstattung sind insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung von Brandschutz, zur energetischen Optimierung sowie zur funktionalen Anpassung der Raumstruktur vorgesehen.
Kosten werden auf 780 000 Euro geschätzt
Bei dieser Gelegenheit machte der Abteilungsleiter aus der Bauverwaltung allerdings auch darauf aufmerksam, dass die fortgeschriebene Kostenberechnung Stand Februar zwischenzeitlich von Bruttokosten in Höhe von rund 780 000 Euro ausgeht. Im Rathaus rechnet man dabei mit einer 75-prozentigen städtischen Beteiligung – was einen kommunalen Kostenanteil von 585 000 Euro ergeben würde.
Zur Finanzierung des städtischen Anteils sollen Fördermittel aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ beantragt werden. Immerhin betrage der Fördersatz bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Bei bauliche Maßnahmen wie der Erneuerung von Bestandsgebäuden gelten 60 Prozent der Gesamtbaukosten als zuwendungsfähig, so dass ein Förderbetrag von bis zu 340 000 Euro möglich wäre. Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist, dass sich das Vorhaben innerhalb eines förmlich festgelegten Sanierungsgebiets befindet, was der Gemeinderat beschlossen hatte.
Wie Till Brieger weiter mitteilte, sei die Kindergartensanierung im Falle einer Förderzusage ab Oktober 2026 vorgesehen und solle bis Februar kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die Kinder werden während der Bauzeit in einer Ausweichunterkunft im Wildberger Pfarrhaus untergebracht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Ostertag betonte, dass man ja bereits festgestellt habe, dass die Sanierung notwendig sei. Deshalb „ist der neue Förderantrag jetzt nur folgerichtig“, so Ostertag.