2023 kam Junior Adamu aus Salzburg zum SC Freiburg. Nun trifft er auf seinen Ex-Club. Foto: Massimo Paolone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Der international noch ungeschlagene SC Freiburg trifft in der Europa League auf zum Siegen verdammte Salzburger. Für Junior Adamu ist es ein ganz besonderes Spiel.

Während Julian Schuster als Trainer des SC Freiburg die Pressekonferenzen vor den Bundesligaspielen alleine absolviert, wird er vor Europa-League-Partien stets von einem Spieler begleitet. In Bologna fiel die – nahe liegende – Wahl auf den Italiener Vincenzo Grifo, in Nizza saß der Franzose Jordy Makengo neben seinem Coach auf dem Podium.

 

Dass Schuster sich am Mittwochnachmittag gemeinsam mit Junior Adamu den Fragen der Medienvertreter stellte, ist mit Blick auf den Gegner nur logisch. 2015 wechselte der österreichische Stürmer in die Akademie des FC Red Bull Salzburg, über das Farmteam FC Liefering und eine Leihe nach St. Gallen schaffte er den Sprung ins Erstliga-Team, mit dem er Champions-League-Luft schnuppern durfte. 2023 kam Adamu dann zum SC Freiburg, mit dem er am Donnerstagabend (21 Uhr/RTL) erstmals gegen seinen Ex-Club spielt.

„Viele gute Erinnerungen“ habe er an seine Zeit in Salzburg, sagte Mittelstürmer Adamu am Mittwochmittag. Doch der Blick geht nun vor allem nach vorne. „Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagte Adamu und sendete auch eine kleine Botschaft an seinen neben ihm sitzenden Trainer: „Ich hoffe, dass ich gegen Salzburg starten darf.“

Startaufstellung des SC Freiburg noch offen

Eine klare Antwort bekam er von Schuster jedoch am Mittwoch noch nicht. „Das wird er dann morgen Abend sehen“, sagte Schuster schmunzelnd und sprach anschließend von seiner „Qual der Wahl“ bei der Startaufstellung – auch, aber nicht nur, im Sturm. Hier stehen mit Junior Adamu, Lucas Höler und Igor Matanovic mehrere Alternativen bereit, zwischen den laut Schuster trotz Konkurrenzkampf ein „positives Klima“ herrscht.

Philipp Lienhart ist wieder fit – Max Rosenfelder fällt aus

Und auch auf anderen Positionen dürfte Schuster wohl etwas länger überlegen, wer gegen Salzburg spielt. Der Österreicher Philipp Lienhart, der bei der bitteren Niederlage in Heidenheim zur Pause angeschlagen draußen blieb, ist wieder eine Option für die Startelf. Da Max Rosenfelder mit Muskelfaserriss die letzten drei Spiele des Jahres verpassen wird, muss sich Schuster in der Innenverteidigung also zwischen Vielspieler Lienhart und Back-up Anthony Jung entscheiden. Dem 34-Jährigen attestierte Schuster gegen Heidenheim eine ordentliche Leistung – abgesehen von dessen folgenschwerem Patzer vor dem Gegentreffer zum 1:2.

Beim Gegner fehlt womöglich auch der Trainer

Gegen die Salzburger, die in Freiburg womöglich auf ihren erkrankten Chefcoach Thomas Letsch verzichten müssen, will der Sport-Club nun die Niederlage in der Bundesliga vergessen machen. Und die Statistik spricht für die Breisgauer. In der Europa League ist man noch ungeschlagen, die Gäste holten in fünf Spielen erst drei Punkte.

Der Verein aus dem Red-Bull-Kosmos, der bei UEFA-Wettbewerben als FC Salzburg antritt, spricht im Vorbericht auf seiner Homepage gar von einem „Punktezwang im Breisgau“. Denn bei einer weiteren Niederlage würden auch die Play-offs der Europa League in weite Ferne rücken. Ob Favorit oder nicht – darüber wollte Schuster am Mittwoch jedoch nicht lange nachdenken. „Es ist eine sehr, sehr interessante Mannschaft“ mit „dem ein oder anderen Spieler, den wir in Zukunft bei einem größeren Verein sehen werden“, sagte er über den Gegner aus Salzburg.