Die Siegermannschaft von IFAS United mit den Veranstaltern und Schiedsrichtern. Foto: Hein Vollmar

IFAS United gewinnt das Turnier um den 21. Hörnle-Cup in Grenzach-Wyhlen.

Mit dem 21. Hörnle-Cup fand am Samstag eine sportliche Fußball-Traditionsveranstaltung statt, die seit mehr als 20 Jahren verschiedene Kulturen, Nationen und Generationen zusammenbringt. Der Cup ist ein Vorzeigeprojekt für Integration durch den Sport, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und freundschaftliche Begegnung.

 

Durchgeführt wurde der Hörnle-Cup vom Integrationsmanagement und vom Jugendreferat der Gemeinde Grenzach-Wyhlen in Zusammenarbeit mit dem Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes für den Landkreis Lörrach. Tatkräftig unterstützt wurde die Veranstaltung, der in der Zielmattensporthalle auch zahlreiche Zuschauer anlockte, vom Hauptsponsor der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, der Gemeinde Grenzach-Wyhlen und dem DRK-Ortsverein Grenzach-Wyhlen.

Von Anfang an mit dabei war Michael Forouz-Mehr vom Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes. Er erinnerte am Samstag an die Anfänge des Hörnle-Cups vor 21 Jahren als am Grenzacher Hörnle noch Spätaussiedler untergebracht waren und schon damals über den Sport intensive Integrationsbemühungen für die neuen Mitbürger unternommen wurden.

Nikolay Tarassenko (links), der vor vielen Jahren als Spätaussiedler aus Kasachstan nach Grenzach-Wyhlen kam und Michael Foruoz-Mehr, der vom Jugendmigrationsdienst der Caritas seit 21 Jahren das Turnier begleitet. Foto: Heinz Vollmar

Einige Zeit später gelangte auch Nikolay Tarassenko, selbst ehemaliger Spätaussiedler aus Kasachstan hinzu, der den Cup mitorganisierte, mitspielte und bis heute als Schiedsrichter fungiert. Als Integrationsmanager der Gemeinde Grenzach-Wyhlen leistet er nicht nur bei den alljährlich stattfindenden Hörnle-Cups eine außerordentlich wichtige Arbeit, sondern auch als einer derjenigen, dem die Integrationsarbeit in der Gemeinde auch zu einer Herzensangelegenheit geworden ist.

Nachdem in den Anfängen des Hörnle-Cups immer wieder eine Vielzahl an Mannschaften um Pokale und Platzierungen kämpften, hat sich das Teilnehmerfeld jedoch in den zurückliegenden Jahren gelichtet.Laut Michael Forouz-Mehr sei ein Rückgang nach der Corona-Zeit feststellbar. Er und Tarassenko verwiesen auf geänderte Interessenslagen potenzieller Hörnle-Cup-Teilnehmer. Als Beispiel nannte Michael Forouz-Mehr das Bouldern, das ebenfalls in der Gemeinde angeboten wird.

Mit nur fünf teilnehmenden Mannschaften, was auch dem aktuellen Fastenmonat Ramadan geschuldet sein könnte, war der 21. Hörnle-Cup am Samstag daher eher ein kleines aber sportlich ambitioniertes Fußballturnier.

Unter ihren phantasievoll klingen Namen wie Real Litätsverlust, IFAS United, FC Star, dem FC Maulburg mit seinen unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen und den Markgräfler Kicker kämpften sie um Sieg und Niederlage.

Am Ende hatte die Mannschaft von IFAS United die Nase vorne.