Die SPD-Fraktion lehnt die Erhöhung der Kita-Gebühren in VS ab.
„Was wir bereits im Vorfeld deutlich kritisiert haben, bestätigt sich nun: Diese Entscheidung ist ein massiver Einschnitt für Eltern“, schreibt Fraktionsvorsitzender Nicolas Schurr.
Konkret bedeutet dies laut SPD: Für eine Familie mit einem Kind (30 Wochenstunden) steigen die Gebühren innerhalb von zwei Jahren um rund 40 Euro im Monat. Das sind 480 Euro Mehrbelastung pro Jahr. Im U3-Bereich fällt die Erhöhung noch drastischer aus: Hier sprechen wir von bis zu 119 Euro monatlich, also rund 1428 Euro zusätzlich im Jahr.
„Das sind Summen, die viele Familien spürbar belasten. Die Erklärung der Stadt, niemand falle durchs Raster und im Zweifel könne eine Kostenübernahme beantragt werden, greift aus unserer Sicht zu kurz“, so Schurr.
Denn diese Unterstützung sei an Einkommensgrenzen gebunden und genau hier liege das Problem: Viele Familien verdienen „zu viel“ für Hilfen, aber zu wenig, um solche Mehrkosten problemlos zu tragen. Ehrlicher wäre es, offen darauf hinzuweisen, dass Eltern seit 2025 einen Teil der Betreuungskosten steuerlich geltend machen können, bis zu 80 Prozent sind hier absetzbar. Doch auch das sei kein einfacher Weg und ersetze keine sozial ausgewogene Gebührenpolitik.