Ein Kind spielt im Sandkasten einer Kita. Finanziell belastend für die Kommunen sind vor allem die Personalkosten in Kindergärten. (Symbolfoto) Foto: Christoph Soeder/dpa

Kinderbetreuung wird immer teurer: Die Gemeinde Empfingen erhöht den Zuschuss für den katholischen Kindergarten. Ab 2026 sind höhere Kita-Gebühren angekündigt.

Die Römisch-katholische Kirchengemeinde Empfingen-Dießener Tal erhält für ihren Kindergarten St. Georg in Empfingen rückwirkend zum 1. Januar 2025 mehr Geld von der kommunalen Gemeinde. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Bislang lag die kommunale Defizitbeteiligung an dem katholischen Kindergarten bei 90 Prozent der Kosten. Der Anteil der Kommune steigt nach dem Beschluss auf 93 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: Anstatt 904 000 Euro trägt die Gemeinde für 2025 Kosten von rund 934 000 Euro am Kindergarten mit. 2026 werden statt rund 792 000 Euro etwa 818 000 Euro fällig.

 

Beide Kindergärten in Empfingen – Kleine Strolche und St. Georg – verursachen hohe Kosten. Laut einem Bericht von Kämmerer Pascal Maier und Bürgermeister Ferdinand Truffner sei der größte Kostenblock weiterhin der Personalaufwand. Dieser erhöhte sich im Jahr 2024 auf rund 1,42 Mio. Euro (2023: circa 1,27 Mio. Euro). Auch die sogenannten Sachaufwendungen sowie die kalkulatorischen Kosten bei den Kleinen Strolchen nahmen laut Gemeinde zu und beliefen sich insgesamt auf rund 700 000 Euro (2023: circa 575 000 Euro). Darin enthalten sind unter anderem laufende Betriebs-, Unterhalts- und Energiekosten.

7500 Euro pro Kita-Platz

Laut dem Bericht der Gemeinde ergibt sich aus dem laufenden Betrieb für beide Kindergärten für 2024 ein Defizit von rund 1,64 Mio. Euro (2023: circa 1,63 Mio. Euro). Der Abmangel pro belegtem Platz betrug im Jahr 2024 bei insgesamt 217 belegten Plätzen rund 7500 Euro. Bei den Kleinen Strolchen lag dieser bei etwa 10 500 Euro (2023: circa 9800 Euro), beim katholischen Kindergarten St. Georg bei rund 3800 Euro (2023: circa 4700 Euro).

Die Gemeindeverwaltung kündigt bereits an, dass für die kommenden Kindergartenjahre eine Erhöhung der Kindergartengebühren unausweichlich sein werde. Bürgermeister Truffner sagt unserer Redaktion: „Wir bereiten eine Gebührenerhöhung vor und werden diese im ersten Halbjahr 2026 beraten – geltend dann ab Kita-Jahr 2026/2027 (ab September 2026).“