Die Guggenmusik aus Furtwangen machte den Auftakt in der Stadthalle beim Hörnerball. Foto: Kern

Nach dem stimmungsvollen Fackelumzug am Samstag übernahmen die Guggenmusiken das Kommando beim Hörnerball in der Hornberger Stadthalle.

Der Fackelumzug mit anschließendem Hörnerball am Samstag gehört zu den Höhepunkten der Hornberger Fasnet. Dem Schmuddelwetter trotzten zahlreiche Zuschauer mit Schirmen und regendichter Kleidung. Auch die Mitwirkenden des närrischen Umzugs scherte der Nieselregen nicht.

 

Rund eine Stunde lang zogen 37 Zünfte sowie Guggenmusiken und Kapellen mit lodernden Fackeln durch die Innenstadt und trieben allerhand Schabernack mit dem Publikum. Angeführt vom Narrenrat des Gastgebers mit Hofschlurf, Hornberger Horn und Brunnenhansele folgten Hästräger aus der Nachbarschaft wie Triberg und Hausach. Doch auch aus unter anderem Villingen, Loßburg und Freudenstadt sowie Staufen verstärkten Narrenabordnungen den farbenfrohen Umzug mit Hexen, Spättle, Hansele, Dämonen und Musikanten.

Die Geisberger Geisenmeckerer aus Schweighausen waren eine der vielen Gruppen beim Fackelumzug in Hornberg. Foto: Kern

Im Anschluss ging es in die Stadthalle, wo es zunächst lange Warteschlangen für alle gab, die Einlass zum Hörnerball begehrten.

Zum Auftakt des Abends trieb die Guggenmusik Furtwangen das ohnehin hohe Stimmungsbarometer im proppenvollen Saal noch weiter hoch. Mit fetziger Musik und starkem Schlagwerk brachten sie das Narrenvolk zum Toben, das mit Gurren und Hochrufen die Gruppe zu Höchstleistungen antrieb.

Zunftmeister Antonio D’Ambrosio begrüßte die Ball-Gäste. Foto: Kern

„Wenn ich von hier oben in die Runde blick’, dann spür ich das pure Fasnet-Glück“, rief dann auch Hornbergs Zunftmeister Antonio D’Ambrosio dem Publikum in seiner Begrüßung zu. In wohl gesetzten Reimen trug er die Lobeshymne der Fasnet vor. In jedem Häs und Kostüm stecke ganz viel Freude und Brauchtum drin. Sein Wunsch, dass die Narren tanzen, bis die Sohlen verbrennen, ging in Erfüllung. Einer gemeinsamen Schunkelrunde zum Aufwärmen folgte ein unterhaltsames Programm.

Showtänze wie von den „Chicken Witches“der Buchenbronner Hexen und „Golden Girls“ des örtlichen Turnvereins sowie Hexentänze der Narrenzünfte Mötzingen und Loßburg begeisterten das Publikum. Sich ausgetobt werden konnte bei den heißen Rhythmen der „Guggamusik Hexa-Heuler Freudenstadt“ und „Guggenmusigg Granada-Fetza Deizisau“. Den mitreißenden Schlussakkord des offiziellen Programms setzte die Buchenbronner Hexenmusik unter der Leitung von Obmann Eric Küffer. Die inzwischen gut angewärmten Narren feierten anschließend mit DJ „Double D“ weiter bis tief in die Nacht. Hoch her ging es auch an der Bar und in den legendären Katakomben der Stadthalle.

Dank an Gruppen

Der nunmehr 21. Hörnerball in der Hornberger Stadthalle war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Der Dank von Zunftmeister Antonio D’Ambrosio galt den Guggenmusiken und den Gruppen, die den gelungenen Abend gestalteten.