Die Mietlocation wird wieder ein reguläres Restaurant – zumindest an ausgewählten Tagen. Das Konzept der „Pop-up-Woche“ kam über Ostern sehr gut an.
Als am späten Freitagabend die erste Pop-up Woche auf dem Höhengasthof „Zum Sternen“ auf dem Hasenberg zu Ende ging, stand der Familie um Oliver Göppert die Freude ins Gesicht geschrieben. „Wir waren total Überrascht über diese sehr große Resonanz und bereits zum Auftakt am Ostermontag konnten wir weit mehr als 200 Tagesgäste begrüßen“, berichtet Göppert. Auch die Tage danach habe auf dem Hasenberg ein reges Kommen und Gehen geherrscht. „Man sah, viele Stammgäste haben den ,Sternen’ einfach vermisst, so der Inhaber.
Das Höhengasthaus besitzt vor allem als Einkehr für Wanderer eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1928 zurückgeht. Ein Blick zurück in das Jahr 2018 fällt Oliver Göppert heute immer noch sehr schwer. Damals waren die Gästezahlen auf dem Höhepunkt, doch seine Mutter wurde krank. Hinzu kam, dass es immer schwieriger wurde, geeignetes Bedienpersonal zu finden. „Darunter litt dann auch die ganze Familie und die Belastungen waren einfach nicht mehr auszugleichen. Das Wohl meiner Frau und meinen beiden Kindern war mir dann doch wichtiger.“ Das war dann der Hauptgrund weshalb die Familie das Gasthaus damals an Sandra Naundorf und Daniel Adler verpachtete.
Nach sieben Jahren brachen auch die Anfang 2025 jedoch ihre Zelte aufgrund von Personalsorgen ab. Und jetzt war guter Rat teuer, wie Göppert betont. Das große Haus einfach dem Schicksal zu überlassen, wollte die Familie. Und so wurde die Idee mit der Mietlocation ins Leben gerufen, „die sich zu unserer Überraschung ganz schnell positiv herumsprach“. Für Geburtstage, kleine Familienfeiern und Hochzeiten registrierte die Familie Göppert immerhin 20 Buchungen. Und auch in diesem Jahr laufe es sehr gut, weiteren 20 Anfragen habe man fest zugesagt.
Zweite Säule war die Selbstbedienungsstation
Im Herbst kam eine weitere Säule mit der Eröffnung der Selbstbedienungsstation hinzu. „Die Idee dazu kam mir, als immer wieder Wanderer und E-Biker vor verschlossener Türe standen. Und dabei ist bei uns vor der Gaststätte doch alles vorhanden“, so Göppert. In nur wenigen Wochen stand die Station mit alkoholfreien gekühlten Getränken, Eis und Snacks allen Gästen zur Verfügung. Wer Alkoholische Getränke erwerben möchte, kann dies an einem extra Kühlschrank mit Altersprüfung tun. Bisher sei dieses weitere Angebot, das auf die Ehrlichkeit der Tagesgäste beruht, sehr gut angekommen.
Aufgrund der „riesigen Resonanz“ sag sich Hasenberg-Chef Göppert nach einer dritten Säule um – und fand diese in den sogenannten Pop-up-Wochen. An einigen Tagen in den Ferien öffnen die Göpperts das Gasthaus. „Wir sind als Familie derzeit rundum zufrieden, was die beruflichen Belange anbelangt. Unsere derzeitigen Angebote bieten wir in unserer Freizeit an und ich brauche dies einfach, da ich hier auf dem Hasenberg groß geworden bin, so Oliver Göppert sehr selbstbewusst“.
Stammgäste äußerten viel Lob
Die ersten Tage waren nun in den Osterferien. In vielen Gesprächen mit alten Stammgästen gab es nur Worte des Lobes. Die Speisekarte wurde zwar etwas reduziert, doch das Angebot konnte sich durchaus sehen lassen. Geboten wurden neben Getränken aller Art auch Snacks und Eis sowie Kaffee und verschiedene Kuchen. Aus der Essenskarte konnte man unter anderem die Hasenbergplatte, Wurstsalat, Bibiliskäse, Bauernbratwürste und Schnitzel mit allerlei Beilagen auswählen. Es herrschte zwar Selbstbedienung an der Theke, doch Oliver Göppert betonte freudig: „Wir machen das mit unserer ganzen Familie und zwar mit dem ganzen Herzen.“
Nach dem Zuspruch bei der Pop-up-Eröffnungswoche werde man sich jetzt zusammensetzen und Bilanz ziehen. „Vielleicht wird es die eine oder andere Veränderung geben, doch wir werden unsere treuen Gäste auf dem Laufenden halten.“
Öffnungszeiten
Pfingstferien:
Montag, 25. Mai, bis Donnerstag, 28. Mai Sommerferien:
Freitag, 14. August bis Montag, 24. August. Herbstferien:
Montag, 26. Oktober, bis Donnerstag, 29. Oktober Weihnachtsferien:
Freitag, 1. Januar, bis Mittwoch, 6. Januar