Die Höfener Feuerwehr bekommt ein neues Fahrzeug.   Symbolfoto: © mirkograul – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Rat: Höhere Kosten für Feuerwehrfahrzeug

Höfen. Ein großer Teil der mehr als 20 Besucher der jüngsten Höfener Gemeinderatssitzung in der Gemeindehalle kam aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Höfen, deren Kommandant Gemeinderat Thomas Braune ist.

Der Grund dafür war die Auftragsvergabe zur Lieferung des neuen Feuerwehrfahrzeugs mit Kosten von rund 282 500 Euro sowie mit Nebenkosten von rund 5000 Euro, für das im Haushaltsplan nur 216 000 Euro sowie Nebenkosten von 4000 Euro bereitgestellt sind.

Bei der Gemeinderatssitzung am 4. Februar 2019 war der Feuerwehrbedarfsplan beschlossen worden, in dem die Beschaffung eines so genannten Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) als Ersatz für das bisherige und in die Jahre gekommene Löschfahrzeug (LF 8) vorgesehen ist. Die Ausschreibung zur Neubeschaffung des MLF erfolgte europaweit unter der fachlichen Begleitung des Beratungsbüros "FSG-Beratungen" (Schömberg). Eingegangen seien nur ein einziges Angebot für das Fahrgestell, vier Angebote für den Auf- und Ausbau sowie drei Angebote für die feuerwehrtechnische Beladung. Ausdrücklich erwünscht waren bei der Ausschreibung Nebenangebote und optionale Ergänzungen. Angeboten wurden in diesem Rahmen zusätzlich ein Hygieneboard mit Kosten von 1724,31 Euro und ein zweijähriger Wartungsvertrag für den Auf- und Ausbau im Betrag von insgesamt 1785 Euro.

Ja zum Hygieneboard

An Landeszuschüssen sind 66 000 Euro aus dem Bereich Feuerwehrwesen und 77 000 Euro aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Gemeinden bewilligt. Wegen der Kostenerhöhung von den angenommenen 220 000 Euro auf insgesamt rund 287 500 Euro ging es in einem ersten Beschluss um die Zustimmung zu den dafür notwendigen außerplanmäßigen Ausgaben, die der Gemeinderat erteilte.

Damit erhöht sich der ursprünglich angenommene Gemeindeanteil von 73 000 Euro auf rund 144 500 Euro.

Nachdem die Finanzierung damit sichergestellt war, stimmte der Gemeinderat den drei anstehenden Vergaben zu: Mit rund 82 000 Euro (Plan 71 000 Euro) für das Fahrgestell an die Firma MAN-Truck&Bus Deutschland GmbH, mit etwa 154 000 Euro (Plan 79 000 Euro) für den Aufbau und die Beladung an die Firma Ziegler Feuerwehrgerätefabrik GmbH und mit circa 44 000 Euro (Plan 66 000 Euro) an die Firma Albert Ziegler GmbH.

Zustimmung gab es auch für das Hygieneboard und zum Abschluss des zweijährigen Wartungsvertrags für den Aufbau und Ausbau. Trotz der Kostenerhöhung empfahl Gutachter Marcus Frank dringend, die Anschaffung jetzt zu realisieren und nicht aufzuschieben, weil das Fahrzeug in der zweiten Jahreshälfte 2020 nach der Euronorm 6 auszustatten wäre und dadurch Laderaum verloren gehen würde.