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Höfen Naturnahe Grabfelder auf dem Höfener Friedhof

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Die einmütige Zustimmung des Höfener Gemeinderates fand die Planungskonzeption der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner für naturnahe Grabfelder auf dem Friedhof in Höfen.Screenshot: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Höfen. Die deutsche Friedhofskultur ist im Wandel begriffen. Sie beschränkt sich nicht mehr allein auf die klassischen Erdbestattungen bisheriger Prägung im Sarg, sondern entwickelt dazuhin andere Formen mit einer deutlichen Tendenz hin zu Urnenbestattungen. Was sich am Montagabend auch im Höfener Gemeinderat gezeigt hat, der auf Vorschlag von Bürgermeister Heiko Stieringer und der Arbeitsgemeinschaft von Gärtnermeister Dieter Günthner (Bad Wildbad), des Bestattungsinstituts Ohngemach (Calmbach) und der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit Sitz in Karlsruhe, der Anlegung naturnaher Grabfelder auf dem Höfener Friedhof zugestimmt hat.

Einem dem Gemeinderat vorliegenden Gestaltungsentwurf der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner zufolge werden im hinteren Bereich der Freifläche auf dem Friedhof zwei von der Arbeitsgemeinschaft bewirtschaftete und betriebene Grabfelder zur Bestattung biologisch abbaubarer Urnen mit einer Ruhezeit von 15 Jahren angelegt. Die Grabpflege wird dauerhaft von der Gärtnerei Günthner übernommen, mit der beim Graberwerb eine Dauergrabpflege-Vereinbarung über 15 Jahre mit den Hinterbliebenen abgeschlossen wird. Eine solche Vereinbarung könnte auch, wie von Dieter Günthner zu hören war, noch zu Lebzeiten getroffen werden. Seiner Einschätzung zufolge wäre Raum für knapp 100 Urnen, wobei zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit für die Anlegung und Pflege des Bereichs das Angebot solcher Flächen auch überregional zu bewerben wäre. Dazu konnte er einen Gebietsschutz im Umkreis von etwa 20 Kilometern zusichern. Will heißen, dass kein Grabfeld dieser Art in diesem Umkreis angelegt wird.

Terrassenartige Flächen

Der Gestaltungsentwurf sieht zwei terrassenartige Flächen mit der Bezeichnung "Naturnahe Bestattung Waldrand" und "Bestattung im Obstgarten" vor, in dem ein Apfelbaum und ein Kirschbaum vorstellbar wären. Während die Anlegung der Grabfelder seitens der Gärtnerei erfolgt, kommen auf die Gemeinde für den Wegebau und für die Pflastereinfassung Kosten von rund 7400 Euro zu. Die Verwaltungs- und Benutzungsgebühren für die Bestattungen sowie für die Überlassung der Grabstätten verbleiben bei der Gemeinde, die jedoch der Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft zufolge die Friedhofssatzung für diesen Bereich mit einer Ruhezeit von 15 Jahren gegenüber den üblichen 20 Jahren ändern müsste. Die Gesamtkosten des Projekts sind auf rund 11000 Euro geschätzt.

Niedrige Kostendeckung

Kämmerin Lena Rehklau nannte als Ziel beim Betrieb des Friedhofs eine 60-prozentige Kostendeckung, die aber derzeit in Höfen nicht gegeben sei. Gemeinderätin Sandra Posteur begrüßte das Projekt ebenso wie Uwe Rapp, Thomas Braune, Martin Kappler und Wilhelm Großmann, der sich allerdings für eine hundertprozentige Kostendeckung bei der Bestattung Auswärtiger aussprach.

Gemeinderat Rapp regte an, die neue Bestattungsform zunächst nur in Höfen bekannt zu machen, bevor sie in anderen Bereichen beworben werde.

Mit einem einstimmigen Beschluss stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag zu, auf dem Höfener Friedhof naturnahe Bestattungen anzubieten und den dazu notwendigen Wegebau durch den Bauhof anlegen zu lassen. Des Weiteren beauftragte das Gremium die Verwaltung, einen entsprechenden Vertrag mit der Arbeitsgemeinschaft auszuarbeiten.

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