Beim Krieger-Ehrenmal auf dem Höfener Friedhof eröffneten Bürgermeister Heiko Stieringer (links) und Volker Schütze die Wanderausstellung "Nie wieder Krieg" mit Werken der bayerischen Künstlerin Bali Tollak. Foto: Ziegelbauer

"Nie wieder Krieg": Wanderausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist auf dem Höfener Friedhof zu sehen

"Nie wieder Krieg" – lautet der Titel einer Wanderausstellung auf dem Höfener Friedhof des Volksbund Deutsch Kriegsgräberfürsorge, die dort noch bis zum 27. Oktober zu sehen ist.

Höfen. Erinnerung und Mahnung auf dem Höfener Friedhof zugleich: Als Erinnerung seit Jahrzehnten die Kriegsgräber und als Mahnung die am Dienstagnachmittag von Bürgermeister Heiko Stieringer und von Volker Schütze als Geschäftsführer des Bezirksverbands Nordbaden des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge offiziell eröffnete Wanderausstellung mit der eindringlichen Botschaft: "Nie wieder Krieg". Zu sehen ist diese noch bis zum 27. Oktober.

Die Wanderausstellung besteht aus sieben von der bayerischen Künstlerin Bali Tollak dem Volksbund-Bezirksverband Nordbaden überlassenen, etwa zwei Meter hohen "Soldatenbrettern" als Stelen, auf denen sie sich mit Texten aus den Erfahrungen von Künstlern verschiedener Länder auseinandersetzt, die den Ersten Weltkrieg erlebt haben. Wie etwa mit Aussagen und Zitaten der deutschen Grafikerin, Malerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867 bis 1945), des französischen Malers, Bildhauers, Grafikers, Keramikers und Filmregisseurs Fernand Léger (1881 bis 1955) und des englischen Dichters, Dramatikers und Kunsthistorikers Laurence Binyon (1869 bis 1943).

Auch Enztalgemeinde von Kriegen betroffen

Mit dieser Wanderausstellung will die Gemeinde Höfen zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Blick auf die Kriegsgräber lenken und deutlich machen, dass Krieg und Gewalt keine abstrakten Begriffe sind, sondern auch die Enztalgemeinde betroffen haben. Dazu Stieringer in seiner Ansprache: "Gerade in der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, dass wir die Geschichte kennen, um die Gegenwart zu begreifen und die Zukunft zu gestalten. Deswegen ist es unverzichtbar, dass wir uns den klaren Blicken in die Vergangenheit nicht verschließen." Friede, Freiheit und Demokratie seien heute nicht auf der ganzen Welt Selbstverständlichkeiten, fügte er an.

Schütze bedankte sich für die Präsentationsmöglichkeit der Ausstellung auf dem Höfener Friedhof. Damit erfolge ein künstlerisch gestaltetes Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt auch außerhalb des jährlichen Volkstrauertages. Wie von ihm zu erfahren war, wird die Wanderausstellung auch noch in Enzklösterle präsentiert.

Die nächste Veranstaltung auf dem Höfener Friedhof ist der "Tag des Friedhofs" am Sonntag, 3. Oktober, ab 13 Uhr, an dem das im vergangenen Frühjahr angelegte naturnahe Grabfeld vorgestellt und eingeweiht wird.