Der Geschäftsbetrieb soll aufrecht erhalten werden. (Symbolfoto) Foto: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com

Einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hat die alteingesessene Metzgerei Hodler in der Weidenbächlestraße gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefano Buck aus Achern bestimmt.

St. Georgen - In einem Gespräch mit dem Inhaber der Metzgerei, Jürgen Hodler, hat sich Buck über die Hintergründe der Zahlungsschwierigkeiten informiert. Früher habe es noch zwölf Metzgereien in St. Georgen gegeben, jetzt nur noch zwei, zitiert Buck den Metzgermeister gegenüber unserer Redaktion. Der Verdrängungswettbewerb sei auch eine Folge der zunehmenden Zahl an Discountern, auch in St. Georgen. Mit diesen Preisen könne ein Metzgerei-Fachbetrieb nicht mithalten. Die Corona-Pandemie habe ebenfalls zu der finanziellen Schieflage beigetragen. Ausgefallene Festivitäten, sei es von Seiten der Vereine oder anderer Anbieter, ebenso die geschlossene Gastronomie hätten zu Umsatzeinbrüchen bei der Metzgerei geführt.

"Der Geschäftsbetrieb soll auf jeden Fall aufrecht erhalten werden", so das Ziel von Buck und Hodler. Die Metzgerei sei weiterhin geöffnet. "Sein Herz hängt an dem elterlichen Metzgereibetrieb", erklärt Buck die Motivation von Hodler. Auch die insgesamt fünf Mitarbeiter sollen weiterhin dort ein Auskommen haben. Ihre Löhne seien für die nächsten Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Am heutigen Mittwoch möchte Buck mit den Mitarbeitern vor Ort über die Situation sprechen.

In den nächsten Wochen stehen laut Buck weitere Gespräche an, wie die Metzgerei wieder in die Gewinnzone gebracht werden kann. Dabei werde auch gehofft, dass die Pandemie-bedingten Einschränkungen zurückgehen und die Metzgerei wieder mehr Umsätze auch über Festivitäten und die Gastronomie erzielen kann.

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