Trafen sich um Sommerabschlusshock im Schlösslegarten (von links): Tina Wage, Wolfgang Seidel, Sonja Seidel, Sylke Reichenbach und Nicola Schneider Foto: Bohnert-Seidel

Mit Picknickkorb und jeder Menge guter Laune haben die Heiligenzeller noch einmal zu den letzten Sommersonnenstrahlen gefeiert. Bei dem Hock am Schlössle brauchte einfach jeder aus der heimischen Küche mit, was er wollte, und teilte es mit anderen.

Es tut gut, sich am Freitagabend am Schlössle zu begegnen. Um 18 Uhr stehen im Schlösslehof Tische und Bänke bereit. Vereinzelt stehen Pavillons über den Bänken. Ortsvorsteher Gerold Kadenbach holt noch spontan aus der Garage ein weiteres Zeltdach. Nicht weil die Sonne auf den Kopf brutzelt, sondern weil sich vom Wald her kommend eine schwarze Wolke breit macht. Um diese scheren sich die Gäste des Sommerabschlusshocks jedoch herzlich wenig. Vielmehr freuen sie sich mit sonnigem Gemüt auf eine ungezwungene Begegnung. Das niederschwellige Angebot wird zur munteren und herzlichen Begegnung all jener, die am Freitagabend zum ersten Sommerabschlusshock gekommen sind.

 

Viel hat es für die Teilnahme nicht gebraucht: einen Picknickkorb gefüllt mit Leckereien und jede Menge Lust auf Begegnung. Für die Getränke sorgte der Ortschaftsrat. Jeder konnte sich am Kühlschrank bedienen. Alles auf Spendenbasis. Niemand stand an der Kasse. Es entstand ein gemütliches Miteinander, das die Heiligenzeller vereint.

Schon früh um 18 Uhr kommt Angelika Wacker mit Ehemann. Spontan schnappt sie ihr Glas gefüllt mit Roséwein und kommt auf Ortsvorsteher Gerold Kadenbach zu. „Was für eine tolle Idee. Vielen Dank“, sagt sie herzlich und lässt mit Kadenbach das Glas erklingen. Das Vesper aus dem Rucksack kenne sie von ihren Wanderungen. Jetzt am Tisch mit wunderbaren Begegnungen schmecke es noch mal so gut.

Jeder teilt, was er hat

Heimelig wird es. Die kühleren Temperaturen scheren niemand. Jeder hat sich wärmer angezogen. Sonja Seidel packt Behälter mit Käsewürfel und Trauben aus. Siehe da, das gibt es auch bei Sylke Reichenbach. Einfach teilen, heißt die Devise. Nicola Schneider streckt ihre große Schüssel mit gebackenen Schinkenhörnchen über den Tisch. Alle greifen gern zu. Für sich allein habe sie diese gut 40 Teile wirklich nicht gebacken. Bei Patrick Jox steht ein frisch gebackenes Blech gefüllt mit Zwiebelkuchen. Auch dieser findet seine Abnehmer und das Blech wird leer nach Hause getragen. Johannes Gissler freut sich über ein leckeres Stück.

Gerold Kadenbach steht ins Gesicht geschrieben, wie sehr er sich über den Zuspruch aus der Bevölkerung freut. Gemeinsam mit Mitgliedern des Ortschaftsrats hat er dieses Fest für die Heiligenzeller organisiert. Ein niederschwelliges Angebot mit ganz großer Wirkung und einem Ambiente, wie es eigentlich nur die Außenfläche des Heiligenzeller Schlössles zu schaffen vermag.

Heimelige Atmosphäre

Am Abend beleuchteten Girlanden den Platz. Die Kinder, die mit ihrem Eltern mitgekommen sind, hatten ausreichend Freiraum. Ihnen gehörte schließlich der gesamte Garten. Musik hat an diesem Abend nicht gespielt. Dafür ließen sich einige Grillen hören und die Gläser erklangen im leichten Ton, wenn sich die Heiligenzeller anlächelten und zugeprostet haben.

So geht es weiter

Auch im kommenden Jahr soll es einen Sommerabschlusshock geben. Vielleicht wird der Termin dann aber etwas weiter nach vorne geschoben. Was am Ende in der Kasse bleibt, wird dem Kindergarten St. Katharina gespendet.