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Hochzeit Wegbeschreibung und Bildergalerie

Mit ein paar Mausklicks gebaut: Solche Hochzeits-Webseiten zu basteln, ist selbst für Computerlaien kein Problem. Foto: Franziska Koark

Homepage zur Hochzeit auch für Techniklaien gut einzurichten

Für Ort und Zeit einer Hochzeit braucht es nur ein paar Zeilen auf der Einladung. Meistens gibt es vor dem Fest aber noch viel mehr zu klären: Wo können Gäste übernachten? Gibt es einen Shuttlebus dorthin oder von der Kirche zum Saal? Wer kümmert sich um Spiele – und sind überhaupt welche gewünscht? Und wie erreicht man die Trauzeugen? Weil all das kaum auf eine Einladungskarte passt, richten viele Brautpaare eine Webseite mit weiteren Informationen ein.

»Paare nutzen die Seiten hauptsächlich, um ihre Gäste auf dem Laufenden zu halten «, erklärt Marion Keller, Hochzeitsplanerin aus Ludwigshafen. Texte rund um die angehenden Eheleute, die zum Beispiel die Familien vorstellen oder vom ersten Kennenlernen erzählen, gibt es auch, aber eher auf Hochzeits- Homepages aus den USA. »Die meisten Gäste kennen das Brautpaar ja«, erklärt Keller – daher bleibt der Inhalt der Seiten eher nüchtern.

Hübsch aussehen soll die Seite natürlich trotzdem – und das ist auch für Laien kein Hexenwerk. »Früher haben das oft Dienstleister gemacht «, erzählt Marion Keller. »Die gibt es auch jetzt noch, da kostet eine Hochzeitsseite etwa 200 Euro. Die meisten Paare machen das inzwischen aber selbst.«

»Wenn man sich ein bisschen mit dem Internet und dem Computer auskennt, sollte das kein Problem sein«, sagt Peter Müller, der Einsteigerkurse und Videotrainings für Webdesign-Anfänger gibt. Er empfiehlt dafür Baukastensysteme wie Jimdo und Weebly, das sehr schicke Squarespace oder das auf Blogs spezialisierte Wordpress. com. »Sie können die Webseite natürlich auch von Hand bauen, dafür brauchen sie aber erstmal Programmierkenntnisse «, sagt der Webdesigner. »Das ist, als wenn Sie Architektur studieren, um ein Gartenhaus zu bauen.«

Bei den Baukastensystemen geht alles ohne Programmiersprachen, hier wird die Webseite einfach über Vorlagen und eine grafische Oberfläche zusammengebaut. Wer auf eine eigene Domain verzichten kann, bekommt die Hochzeits-Homepage oft sogar kostenlos – die Adresse laut dann zum Beispiel annaund- paul.jimdo.com statt anna- und-paul.de. Ohne den Anbieterzusatz fallen monatliche Kosten an, die in der Regel zwischen fünf und zehn Euro liegen.

Die Baukastensysteme bieten auch Vorlagen für ein Impressum, das Brautpaare bei aller Vorfreude nicht vergessen sollten. »Die Impressumspflicht gilt zwar eigentlich nur für kommerzielle Seiten«, sagt Peter Müller. Das sind Hochzeits-Homepages in aller Regel nicht. »Ich würde es aber trotzdem machen« rät Müller. »Eine unberechtigte Abmahnung muss ich zwar am Ende vielleicht nicht bezahlen, nervig ist sie aber trotzdem.«

Eine weitere rechtliche Frage stellt sich, wenn die Webseite nach dem Fest als Bildergalerie weiter genutzt wird. Denn auch von Freunden und Verwandten darf man nicht einfach so Fotos ins Netz stellen: »Auf Hochzeits- Webseiten gelten für Foto-Veröffentlichungen die gleichen Regeln wie auf jeder anderen Webseite auch«, sagt Thorsten Feldmann, Fachanwalt für Urheberrecht aus Berlin. »Erlaubt ist das in der Regel nur dann, wenn jeder Abgebildete ausdrücklich mit der Veröffentlichung einverstanden ist oder der Zugang beschränkt ist.«

Brautpaare richten also am besten einen geschützten Bereich ein, der nur mit einem Passwort betreten werden kann. »Technisch ist das bei den Baukastensystemen sehr einfach«, sagt Webdesigner Peter Müller. Alternativ lassen sich die Bilder auch auf Foto-Plattformen ins Netz stellen und mit einem Passwort schützen.

Zu sehr sollten angehende Eheleute sich aber nicht auf ihre Webseite verlassen, warnt Marion Keller – auch wenn sie noch so schön ist. »Ich würde Brautpaaren immer empfehlen, zweigleisig zu fahren«, sagt die Hochzeitsplanerin. Das bedeutet: Wichtige Informationen müssen immer auch klassisch per Post verbreitet werden, die Fotos sollte es auch in Papierform geben, etwa in einem Buch oder Album. »Es gibt ja immer die Oma oder andere ältere Verwandte, die auf das Internet keinen Zugriff haben. «

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