So sieht es aktuell auf der Baustelle in der Austraße aus. Foto: Wagner

Endspurt bei den Hochwasserschutzmaßnahmen in Oberndorf. Nach fast einem Jahr Bauarbeiten in der Austraße fragen wir bei der Stadt nach, wann die Sperrung aufgehoben wird.

Weil der Neckar bei einem Jahrhunderthochwasser große Teile des Uferbereichs und der nahegelegenen Bebauung überfluten würde, baut das Land seit Mai 2025 parallel zur Austraße eine 400 Meter lange Hochwasserschutzmauer. Damit verbunden waren auch Sperrungen für den Verkehr, denn die Stadt Oberndorf nutzte die Gelegenheit für den Straßenausbau. Die aktuelle Sperrung reicht vom Abzweig Richtung „Action“ bis zum Parkplatz Neckarhalle. Wir fragen bei der Stadt Oberndorf nach dem aktuellen Stand der Maßnahmen – und wann die Strecke wieder freigegeben wird.

 

„Die Bauarbeiten zur Hochwasserschutzmaßnahme schreiten planmäßig voran“, teilt uns die städtische Pressesprecherin Jasmin Rapp mit. Sie seien in der abschließenden Phase.

Aktuell werden die Asphaltarbeiten durchgeführt. Foto: Wagner

Aktuell würden die vorgesehenen Asphaltarbeiten durchgeführt. „Für diesen Zeitraum kann der Parkplatz an der Neckarhalle nicht genutzt werden. Als Ausweichmöglichkeit steht der Parkplatz am Stadion zur Verfügung.“

Mitte bis Ende Mai wieder freie Fahrt

Nach Abschluss der Asphaltarbeiten folgten noch Restarbeiten an der Verkehrsinfrastruktur. Dazu gehörten insbesondere die Montage von Verkehrszeichen und die Installation der Leitplanken. Anschließend würden noch kleinere Abschlussarbeiten ausgeführt, erklärt die Pressesprecherin.

„Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Maßnahme voraussichtlich Mitte bis Ende Mai vollständig abgeschlossen werden kann. Mit dem Abschluss der Arbeiten können auch die derzeitigen Sperrungen in diesem Bereich wieder aufgehoben werden.“

Endgültiges Bauende soll laut Regierungspräsidium erst Anfang 2027 sein und damit aber noch vor dem vertraglich vereinbarten Bauende im Sommer. In der letzten der insgesamt acht Bauphasen erfolgen mit Bepflanzungen und Ansaat noch Landschaftsbauarbeiten.

Die Kosten

Insgesamt investieren das Land und die Stadt zusammen rund drei Millionen Euro. Die Baukosten für den Hochwasserschutz liegen bei etwa 1,6 Millionen Euro.

Im November 2025 teilte uns der Projektleiter des Regierungspräsidiums Freiburg mit, es habe aufgrund dessen, dass Leitungen anders als im Verlegeplan festgehalten, verliefen und durch die Umstellungen beim Bauablauf Überraschungen beziehungsweise Erschwernisse gegeben, die sich auch finanziell niederschlagen könnten.

Andererseits hätten sich Einsparmöglichkeiten ergeben, da Erdaushub vor Ort verwendet werden konnte und daher nicht entsorgt werden musste. Eine Bilanz bezüglich der Kosten könne man erst nach Abschluss der Arbeiten erstellen.

Nach aktuellem Stand ergäben sich aus der laufenden Maßnahme keine absehbaren Mehrkosten, meint Jasmin Rapp nun auf aktuelle Nachfrage.