Wassermassen haben während des Hochwassers viele Bereiche geflutet, so wie die Ortsdurchfahrt von Zimmern. Sandsäcke können helfen, das Wasser draußen zu halten. Foto: Kauffmann

Wer sich für Hochwasser wappnen will, kann zu den Öffnungszeiten Sandsäcke im Bisinger Rathaus abholen. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

Die Gemeinde Bisingen verteilt in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bisingen ungefüllte Sandsäcke:

Für wen sind die Sandsäcke?

Diese erhalten all jene, die vom Hochwasser am Donnerstag, 2. Mai, betroffen waren oder alle, die an einem Bach im Gemeindegebiet wohnen.

Wie kommt man an die Sandsäcke?

Diese können ab sofort zu den Öffnungszeiten des Rathauses unter Vorlage des Personalausweises (auf dem der Wohnort vermerkt ist) abgeholt werden.

Was ist beim Befüllen zu beachten?

Beim Befüllen der Sandsäcke empfiehlt das THW eine Füllung von maximal zwei Dritteln des Sackes. So kann der Sack gut in einem Damm verbaut werden.

Was eignet sich als Füllmaterial?

Als Füllmaterial eignet sich Estrich- oder Mauersand mit einer Körnung von 0,1 bis 0,8 Millimetern am besten. Die Säcke können jedoch auch mit anderem Sand oder herkömmlicher Erde befüllt werden. Dies beeinträchtigt aber die Dämmwirkung und somit die Stabilität der errichteten Barriere.

Wie lange können die Säcke gelagert werden?

Eine Lagerung der Säcke ist an UV-Geschützen Orten mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit problemlos über Jahre hinweg möglich. Als am langlebigsten können Säcke aus Polypropylen angesehen werden. Diese können in Baumärkten oder im Onlinehandel bestellt werden.

Wie sollte man die Säcke einsetzen?

Sollten die Säcke zum Einsatz kommen, sollten diese wie beim Mauerbau versetzt gestapelt werden. Lücken können durch ein Festdrücken der einzelnen Säcke verschlossen werden.

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Im Bedarfsfall werden viele Sandsäcke benötigt

Verbrauch
Eine Lage Sandsäcke hat eine Schutzhöhe von zehn Zentimetern. Zwei Lagen ergeben somit die Schutzhöhe von 20 Zentimetern. Da die Sandsäcke pyramidenartig gestapelt werden, ist der Verbrauch im Bedarfsfall überaus hoch. Für eine Schutzhöhe von 30 Zentimetern auf einer Länge von 50 Metern wird mit einem Verbrauch von rund 650 Sandsäcken gerechnet, für zehn Meter wären es rund 130.