Der HFU-Campus in Schwenningen ist für die Stadt von zentraler Bedeutung. Foto: Günzel

Der Landtagsabgeordnete Frank Bonath hat erhebliche Bedenken bezüglich des Hochschulstandorts.

Im Rahmen einer Anfrage an das Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg strebte der Landtagsabgeordnete Frank Bonath eine Klärung bezüglich der Zukunft der Hochschulen in Villingen-Schwenningen an.

Nun liegt die Antwort der Staatssekretärin für Finanzen, Gisela Splett, vor. Diese ist laut Bonath äußerst ernüchternd und ruft bei ihm erhebliche Bedenken hervor bezüglich des Hochschulstandorts. „Im Rahmen der aktuellen Hochschulreform besteht die Gefahr, dass wir aufgrund politischer Entscheidungen wertvolle Bildungsinfrastruktur verlieren könnten. Das Land plant, die Kapazitäten der Hochschulen demografiegerecht zu reduzieren und sucht dabei nach Lösungen für die zeitgemäße Unterbringung der Hochschule unter Berücksichtigung von Synergien und effizienter Nutzung von Ressourcen“, äußerte Bonath.

Der Landtagsabgeordnete hat in seiner Anfrage seine Bedenken deutlich gemacht. Besonders beunruhigt ihn die Zukunft des HFU-Campus (Hochschule Furtwangen) in Schwenningen, welcher für die Stadt und regionale Unternehmen von zentraler Bedeutung ist.

Gemeindezentrum St. Franziskus

Eine mögliche Option wäre der Erwerb des freiwerdenden Gemeindezentrums St. Franziskus, um dringend benötigte Laborflächen für die Maschinenbau-Fakultät in Schwenningen zu schaffen. Allerdings stoßen diese Vorschläge auf Hindernisse. Das Land zeigt kein Interesse am Gemeindezentrum St. Franziskus, da es als ungeeignet eingestuft wurde. Auch ein Neubau auf diesem Gelände oder auf dem Dozentenparkplatz ist laut Finanzstaatssekretärin Gisela Splett nicht möglich. Die Frage bleibt offen, ob eine Sanierung wirtschaftlich machbar ist oder ob es Ersatzbauten auf dem Campus geben wird. „Ich plane, diese Fragen bei einem Treffen mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski in Stuttgart zu erörtern“, ergänzt Bonath.