Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hochschulen im Land So läuft das Wintersemester unter Corona-Bedingungen

Von
Hörsäle bleiben in Corona-Zeiten größtenteils leer. Foto: Richard Peterson/ Shutterstock

Furtwangen/Albstadt - Die Hochschulen Baden-Württembergs haben den Lehrbetrieb zum Wintersemester 20/21 aufgenommen - Corona-bedingt jedoch anders als gewohnt.

Wer dachte, das Coronavirus würde junge Menschen vom Studieren abhalten, der irrt. So verzeichnet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen im angelaufenen Wintersemester insgesamt 732 Studienanfänger - ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  "Wir freuen uns sehr darüber, dass die Attraktivität unserer Hochschule auch in dieser nicht einfachen Zeit groß ist", wird Rektorin Ingeborg Mühldorfer in einer Pressemitteilung zitiert. Bereits im vergangenen Sommersemester habe die Hochschule mit der Umstellung auf digitale Lehre bewiesen, "dass wir unseren Studierenden auch unter erschwerten Bedingungen ein gutes Studium bieten können."

Begrüßung per Videobotschaft

Die zentrale Begrüßung, mit der die Neuzugänge üblicherweise zu Semesterbeginn eingeführt werden, musste in diesem Jahr jedoch ausfallen. Stattdessen wendete sich die Rektorin mit einer Videobotschaft an die Studierenden. Um die Studenten dennoch angemessen zu empfangen, wurden mehrere kleine Einführungsveranstaltungen in kleinen Gruppen für die jeweiligen Studiengänge abgehalten. Diese fanden zum Teil vor Ort und teilweise im Internet statt. Um den Lehrbetrieb weiter zu entzerren, wurden zudem Vor- und Brückenkurse in den zwei Wochen vor Semesterbeginn angeboten.

Bereits während des Sommersemesters habe man zahlreiche Veranstaltung digital angeboten und plane auch für dieses Semester viele Vorlesungen über das Internet. Unterstützt werden sollen diese mit einer hochschuleigenen Lernplattform, auf der Materialien hochgeladen und ausgetauscht werden können, teilt die Hochschule auf Anfrage mit.

Auch Praktika in Laboren werden weiterhin angeboten - dies allerdings nur unter strengen Hygiene-Auflagen. So darf sich stets nur eine beschränkte Zahl von Teilnehmern zeitgleich in einem Raum aufhalten, ebenso gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht.

Umfrage belegt große Akzeptanz unter Studenten

Nachdem bereits die Veranstaltungen des Sommer-Semesters an der Universität Tübingen ausnahmslos online stattfinden mussten, sind auch für das anlaufende Wintersemester einige digitale Lehr-Angebote in Planung, teilt die Pressesprecherin der Hochschule, Antje Karbe, mit. Dies allerdings nicht ohne zu betonen, dass das Hygiene-Konzept der Universität den aktuellen Entwicklungen der Pandemie unterworfen ist und sich daher stets ändern könnte.

Da das Wintersemester in Tübingen erst zum 2. November startet, ließe sich noch nicht klar sagen, ob die Pandemie Auswirkungen auf die Zahl die Immatrikulationen hatte. Bislang lägen die Zahlen nicht nennenswert unter denen des Vorjahreszeitraums, informiert Karbe. Da der Semesterstart noch aussteht, lasse sich auch noch nicht zuverlässig sagen, wie erfolgreich die Umsetzung der Hygiene-Regeln gelingen wird. Im Sommer noch habe große Akzeptanz unter den Studierenden geherrscht, wie eine Umfrage der Universität nahe legt.

Nach aktuellem Stand soll ungefähr die Hälfte aller Veranstaltungen online angeboten werden. Insbesondere wolle man größere Vorlesungsveranstaltungen durch digitale Angebote ersetzen. Dazu werden Vorlesungen entweder im Vorfeld aufgezeichnet oder live gestreamt. Durch die verstärkte Nutzung der Plattformen ILIAS und Moodle soll die Versorgung der Studenten mit Lehrmaterialien gewährleistet bleiben.

Probleme vor dem Semesterstart

Auch die Hochschule Furtwangen verzeichnet trotz Pandemie kaum Schwankungen der Erstsemesterzahlen. Waren es im Winter 2019 noch 6073 Immatrikulierte, zählt man im aktuellen Wintersemester 6004 angemeldete Studenten. 

Während des Sommersemesters wurden aufgrund der Corona-Situation so gut wie keine Präsenzveranstaltungen angeboten, teilt die Pressereferentin der Hochschule, Jutta Neumann, mit. Stattdessen wurden ausschließlich digitale Angebote abgehalten. Für den Winter plane man ein hybrides Konzept. Wie viele Präsenz-Veranstaltungen im laufenden Wintersemester stattfinden werden, stehe zum momentanen Zeitpunkt jedoch noch nicht fest, so Neumann weiter.

Um die Hygiene-Regeln in Vorlesungssälen und Fluren zu gewährleisten, würden die Studierenden regelmäßig über Rundmails und Aushänge informiert. Besonders wichtig sei der Hochschule jedoch die persönliche Ansprache auf die Regeln und dass Lehrende mit gutem Beispiel vorangingen. Daher habe man diese entsprechend sensibilisiert.

Des Weiteren habe man die Bestuhlung in den Vorlesungsräumen reduziert und im ganzen Haus für ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten gesorgt, so Neumann. Aus dem sogenannten "akademischen Viertel", also der fünfzehnminütigen Pause zwischen den einzelnen Veranstaltungsblöcken, sei inzwischen eine akademische halbe Stunde geworden. Dies soll ermöglichen, dass genug Zeit bleibt, sich ohne Gedränge im Gebäude fortzubewegen.

Besonders schwer sei die Umsetzung des Hygiene-Konzepts seit Semesterbeginn nicht gewesen, so die Antwort der Furtwanger Hochschule. Die eigentlichen Probleme hätten vielmehr vor dem Semester gelegen, schreibt Neumann. So habe neben der Erarbeitung von Hygiene-Konzepten auch ein vollkommen neuer Stundenplan einige Kapazitäten in Anspruch genommen. Dennoch könne man sich nun über viel positives Feedback der Studierenden freuen. Viele der älteren Semester seien einfach froh, endlich wieder studieren zu können.

Artikel bewerten
3
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.