Eine Schwester hält die Hand einer Sterbenden Foto: dpa

Das Thema „Versorgung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase“ wird aus Sicht von Annette Riedel, Professorin der Fakultät Gesundheit und Pflege an der Hochschule Esslingen, immer wichtiger. Das gilt für die Betroffenen wie auch für die Altenpfleger.

Stuttgart - Das Thema „Versorgung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase“ wird aus Sicht von Annette Riedel, Professorin der Fakultät Gesundheit und Pflege an der Hochschule Esslingen, immer wichtiger. Das gilt für die Betroffenen wie auch für die Altenpfleger. Es geht am Ende um Fragen wie: Soll man einem Sterbenden Nahrung und Flüssigkeit gegen dessen Willen geben, obwohl dies sein Leiden möglicherweise unnötig verlängert?

Mustergültige Antworten wird auf diese teils existenziellen Fragen nie geben. Sehr wohl aber ethische Leitlinien. Diese haben neben dem Haus Adam Müller-Guttenbrunn in Stuttgart-Rot vier weitere Stuttgarter Pflegeeinrichtungen zusammen mit dem Hospiz St. Martin Degerloch im Rahmen eines einjährigen, wissenschaftlich begleiteten Projekts beantwortet. Das von der Robert-Bosch-Stiftung mit insgesamt 23 000 Euro geförderte Projekt stand unter der Leitung von Annegret Burger, Mitarbeiterin in der Abteilung Ambulante Sterbebegleitung im Hospiz St. Martin.

„Die Leute kommen heute kränker zu uns und sie sterben schneller als früher“, sagt Joachim Treiber vom Haus Adam in Stuttgart-Rot. Für seine Altenpfleger bedeutet das: Sie kommen immer öfter in Gewissenskonflikte, geraten in die Zwickmühle verschiedener Interessen und Wertvorstellungen. Die der Patienten, der Angehörigen und des eigenen Berufsethos. „Durch die Entwicklung dieser Leitlinien und der verbundenen Schulungen haben wir jetzt mehr Sicherheit in diesen schwierigen Entscheidungsprozessen“, sagt Treiber.

Nähere Informationen zum Thema gibt Professorin Annette Riedel, die das Leitlinien-Projekt aus wissenschaftlicher Sicht begleitet hat. Ihre E-Mail-Adresse lautet: annette.riedel@hs-esslingen.de

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