Das Beispiel Nicole Baum zeigt: Einschlägige Berufserfahrung führt in einem dazu passenden Studium schnell und effizient ans Ziel.
Wie sich berufliche Vorbildung und Studium sinnvoll verbinden lassen und sich dadurch obendrein Zeit sparen lässt, zeigt das Beispiel von Nicole Baum. Darüber berichtet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen in einer Pressemitteilung. Demnach entschied sich Baum nach Ausbildungen zur Zytologie-Assistentin und zur medizinisch-technischen Laborassistentin, Bioanalytik an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen zu studieren – eine Kombination aus Praxis und akademischem Wissen, die ihr heute im Beruf zugute-kommt.
Praxisnahe Lerninhalte
Dank der Anrechnung ihrer Vorbildung konnte sie das Studium stark verkürzen; auch das obligatorische Praxissemester musste sie nicht mehr machen. „Mir war es wichtig, die akademische Seite kennenzulernen und dadurch für leitende Funktionen im Labor gut vorbe-reitet zu sein“, sagt die 27-Jährige, die aus dem Landkreis Karlsruhe kommt. „Ursprünglich hatte ich die Hochschule Albstadt-Sigmaringen gar nicht auf dem Schirm, aber der Studiengang Bioanalytik schneidet in vielen Rankings sehr gut ab, und man kann das Fach auch nicht an vielen Orten studieren.“
Vor zwei Jahren begann sie schließlich ihr Studium in Sigmaringen. „Besonders geschätzt hat sie die praxisnahen Lehrinhalte und die moderne Ausstattung der Labore, in der Studierende eigenständig experimentieren können und gleichzeitig von erfahrenen Dozierenden unterstützt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. „Es hat mir sehr geholfen, die Laborpraxis mit den theo-retischen Inhalten zu verbinden. Ich fühle mich gut vorbereitet und kann das Wissen direkt in meiner Arbeit anwen-den“, sagt Nicole Baum. Heute arbeitet sie als Zytologie-Assistentin in der Krebsvorsorge in einem Laborverbund in Ravensburg.
„Sehr erfolgreich“
Sie mag an ihrem Beruf nicht nur die technischen Herausforderungen, sondern auch die Verantwortung, die sie trägt: „Ich sehe direkt, wie meine Entscheidungen Einfluss auf die Diagnostik haben. Das ist faszinierend und motivierend zugleich.“ Trotz der zunehmenden Automatisierung in Laboren blickt sie positiv in die Zukunft: „Die Labore suchen dringend qualifizierte Fachkräfte. Es gibt weiterhin vielfältige Einsatzmöglichkeiten, sei es in der Pathologie, Mikrobiologie oder Blutanalytik.“
„Dieses Beispiel zeigt hervorragend, wie Studierende mit Ausbildung oder einschlägiger Berufserfahrung schnell und effizient ans Ziel kommen können, sagt Professor Dr. Carola Pickhardt, Dekanin der Fakultät Life Sciences. „Wir bieten an der Hochschule nicht nur äußerst flexible Modelle wie das Studieren in individueller Teilzeit an, sondern rechnen eben auch frühere Leistungen an.“ Dies ermögliche es beispielsweise auch, parallel zu Beruf oder Familienpflichten ein Studium anzugehen.
„Von diesem Anrechnungsmodell profitieren unsere Studierenden schon seit vielen Jahren“, ergänzt Studiendekan Professor Dr. Thole Züchner. „Gerade die medizinisch-technischen Laborassistentinnen, die bei uns Bioanalytik studiert haben, sind damit – wie Nicole Baum – sehr erfolgreich in den Arbeitsmarkt gestartet.“