Zwei Absolventen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen machen Furore als innovative Jungunternehmer. Foto: Philipp Uricher

Zwei Absolventen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen machen Furore als innovative Jungunternehmer.

Sie sind mit ihrem Start-up auf der Erfolgsspur: Mark Zenzinger und Marc Weisser, Absolventen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, haben im Pitch-Wettbewerb „Idea-Cup“ in Konstanz den ersten Preis in der Kategorie „Tech Innovation“ gewonnen. Die beiden Textilingenieure überzeugten die Jury mit ihrer Vision, aus einem neu entwickelten Material langlebige und recycelbare Produkte herzustellen, etwa Geldbeutel, Laptoptaschen oder Gastronomiebedarf – in Albstadt haben sie bereits ein Restaurant als Abnehmer für ihre Tischsets und Untersetzer gewonnen.

 

Und was ist das für ein Material, das die beiden da entwickelt haben? Es ist extrem robust und kann bis zu achtmal ohne Verluste recycelt werden. Reste aus der Produktion werden einfach eingeschmolzen; verkaufte und gebrauchte Produkte können die Kundinnen und Kunden noch nach Jahren zurückschicken, damit sie wiederverwendet werden können. „Das ist der Clou an der Sache“, sagt Mark Zenzinger. „Wir geben zehn Jahre Garantie darauf, dass das Material sich in einem geschlossenen Kreislauf zu immer neuen Produkten verarbeiten lässt – und dass wir alles komplett autark in Deutschland herstellen.“

Die dafür notwendige Maschine hat Zenzinger während seines Studiums an der Hochschule konstruiert und selbst gebaut, sie steht nach wie vor im Labor auf dem Campus Albstadt. Im vergangenen Jahr hat sie ihm noch einen weiteren Preis eingebracht, den des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) für die beste Abschlussarbeit in der Kategorie Textilmaschinenbau. Möglich gemacht hat all das nicht zuletzt die Unterstützung der Hochschule: Die beiden jungen Firmengründer wurden aus dem hochschuleigenen Programms „Start2Research“ gefördert und profitierten zudem von der umfangreichen technischen Infrastruktur der Hochschule.

„Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Hilfestellung“

Darüber hinaus erhielten sie über das Institute of Innovation, Impact and Entrepreneurship („I3E“) Zugang zu kostenloser Gründungsberatung und wurden fachlich von Angehörigen der textilen Studiengänge betreut, etwa von den Professoren Matthias Kimmerle und Christian Kaiser. „Diese Zwei sind ein Paradebeispiel dafür, wie Gründungsberatung und -unterstützung durch die Hochschule in ein erfolgreiches Start-up münden können“, sagt Matthias Premer, der Prorektor für Forschung, Transfer und Entrepreneurship.

Mark Zenzinger präsentiert den Juroren in Konstanz das Albstädter Projekt. Foto: Philipp Uricher

Das Preisgeld für den ersten Platz im Konstanzer Pitch beträgt 500 Euro und wird von der Crescere Stiftung Bodensee finanziert. Als Nächstes wollen sich Zenzinger und Weisser für das Förderprogramm „Junge Innovatoren“ des Landes Baden-Württemberg bewerben. Ihnen winken Geld für Sachausgaben und eine zwölfmonatige Anstellung an der Hochschule. Wo sie ihre Idee weiter vorantreiben könnten.

Zum Online-Shop des Start-ups geht es hier: www.zenzinger.eu