Vor dem Spiel gab es Verzögerungen beim Einlass. Foto: Felix Paschke

Das Hochrisikospiel des SC Freiburg verlief ohne größere Zwischenfälle. Die Polizei ist mit dem Einsatz zufrieden und erklärt, warum es beim Einlass ins Stadion zu Verzögerungen kam.

Solche Sicherheitsvorkehrungen hatte es für ein Fußballspiel in Freiburg noch nie gegeben. Um das Hochrisikospiel des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv zu sichern, waren laut Polizeiangaben allein am Donnerstag 2300 Kräfte im Einsatz.

 

Unterstützung für das Freiburger Polizeipräsidium Freiburg gab es dabei durch Kräfte aus Baden-Württemberg sowie aus den benachbarten Bundesländern. Auch die Bundespolizei war mit viel Personal im Einsatz.

Bereits ab dem frühen Mittag prägte der Polizeieinsatz an verschiedenen Orten das Stadtbild. Und es scheint, als hätte das Sicherheitskonzept der Polizei Erfolg gehabt. „Die Veranstaltung verlief nach derzeitigem Kenntnisstand friedlich und weitgehend störungsfrei“, schrieb die Polizei am Freitagmorgen in einer Pressemitteilung.

Zwei Versammlungen in der Innenstadt verlaufen friedlich

Demnach sei es im Zusammenhang mit dem Spiel „zu einzelnen, überschaubaren Vorkommnissen, darunter mehrere Sachbeschädigungen in Form von Farbschmierereien“, gekommen. Die positive Nachricht: „Schwerwiegende sicherheitsrelevante Störungen blieben aus.“ Auch zwei angemeldete Versammlungen im Stadtgebiet mit jeweils 650 Teilnehmern verliefen Polizeiangaben zufolge „friedlich und weitgehend störungsfrei“.

„Der Einsatz war geprägt von einer sehr guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie unsere weiteren Partner haben hochprofessionell und abgestimmt gehandelt. Diese funktionierende Kooperation war die Grundlage dafür, dass wir die Lage jederzeit sicher beherrschen und einen ruhigen Einsatzverlauf gewährleisten konnten“, bilanzierte Polizeivizepräsident Uwe Oldenburg, der den Einsatz leitete.

Das Spiel des SC Freiburg wurde von einem großen Polizeieinsatz begleitet. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Probleme gab es dabei am Donnerstag nur kurz – während der Einlassphase am Europa-Park-Stadion. Die Fans konnten erst deutlich später als geplant ins Stadion hinein und auf ihre Plätze, es bildeten sich vor den Eingängen lange Schlangen. Einige Zuschauer kamen daher erst im Verlauf der ersten Halbzeit ins Stadion.

Polizei und SC Freiburg nennen die Gründe für die Verzögerung beim Einlass

Zu den Gründen für die Verzögerung veröffentlichten noch am Donnerstagabend Polizei und SC Freiburg eine gemeinsame Stellungnahme. Grund für den verzögerten Einlass der Fans ins Stadion waren demnach „zusätzlich notwendig gewordene Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitenden des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes“.

Da jedoch „keine wesentlichen Sicherheitsbedenken bestanden, erfolgte der pünktliche Anpfiff gemäß den Regularien der UEFA“, heißt es von Polizei und Verein. „Im Mittelpunkt stand dabei zu jeder Zeit, die Sicherheit aller Stadionzuschauerinnen und -zuschauer bei diesem besonderen Spiel zu gewährleisten. Der SC Freiburg und die Sicherheitsbehörden danken allen Fans ausdrücklich für ihre Geduld und ihr äußerst kooperatives und ruhiges Verhalten“, heißt es in der Mitteilung abschließend.