Dem Forst im westlichen Oberndorfer Höhenteilort geht es gut. Der Einschlag lief bisher fast planmäßig. Und auch für die Zukunft hat man etwas getan.
Der Wald rund um den Ort stand im Mittelpunkt der Sitzung des Hochmössinger Ortschaftsrats.
Zu dieser konnte Ortsvorsteherin Sabine Jaud auch den zuständigen Revierförster Simon Köninger begrüßen. Und der Fachmann in Sachen Wald sprach von einem guten Jahr für den Forst, habe man doch seit Herbst 2024 überdurchschnittlich viel Niederschlag verzeichnen können.
Dies habe die Vermehrung des Käfers verhindert und sich positiv auf dem Wald ausgewirkt. Lediglich im überaus trockenen Monat Juni habe eine Käferkatastrophe gedroht, die aber glücklicherweise ausgeblieben sei.
Zwei insgesamt gute Jahre für den Wald
Bleibe die Witterung so, könne man 2024/2025 von guten Jahren für den Wald sprechen, zumal der Wald nach jetzigem Stand mit ausreichend Winterfeuchte in das Frühjahr gehe. In den beiden vergangenen Jahren sei eine planmäßige Waldbewirtschaftung möglich gewesen. Man habe nur einen geringen Anteil an „zufälliger Nutzung“ durch Käfer, Dürre und Sturm gehabt.
Köninger ging auch auf den Holzmarkt ein und stellte fest, dass man ab 2024 bis zum jetzigen Zeitpunkt ein stabiles bis moderat ansteigendes Preisniveau habe feststellen können. Derzeit liege man beispielsweise im Leitsortiment bei 120 Euro pro Festmeter. Das Ziel für 2026 sei, das Preisniveau zu halten und eine planmäßige Einschlagsaison umzusetzen.
Beim Brennholz sei die Nachfrage 2024 sehr verhalten gewesen, seit Februar aber stark zunehmend. Der Laubholzpreis liege bei 80 Euro pro Festmeter, führte der Forstmann aus.
Hochmössingen verfüge derzeit über 96,2 Hektar Stadtwald und 89,2 Hektar Privatwald teilte der Revierförster mit. Im Hochmössinger Wald habe man dieses Jahr 1652 Festmeter Holz geerntet, davon 94 Prozent planmäßig und sechs Prozent Käferholz. Verbissschutz für Tannen wurde auf einer Fläche von 14,5 Hektar angebracht, und auf zwei Hektar wurde Kultursicherung betrieben.
Douglasien werden keine Rolle mehr spielen
Auf Frage aus dem Gremium konnte Simon Köninger berichten, dass man auf die Pflanzung von Douglasien in Zukunft wohl verzichten werde, da diese sehr anfällig und hier nicht geeignet seien.
Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben informierte Orstvorsteherin Sabine Jaud noch über die Schulstatistik und teilte mit, dass die von Bürgermeister Matthias Winter übergebene Roteiche zum Jubiläum „50 Jahre Gesamtstadt Oberndorf“ zwischenzeitlich vor dem Feuerwehrhaus gepflanzt worden sei und dort eine Heimat gefunden habe.