Am 14. Mai starten die „Winterlingen Winners“ in eine weitere Auflage. An insgesamt 17 Turniertagen ist auf der Reitanlage von Andy Witzemann einiges geboten. Den Auftakt machen die Springreiter.
Voller Euphorie und voller Tatendrang startet der wohl erfolgreichste Springreiter aus dem Zollernalbkreis, Andy Witzemann, in die finale Phase der Vorbereitungen auf die „Winterlingen Winners 2024“.
Dabei ist für Pferdesportfans wieder ein facettenreiches Programm geboten. Den Auftakt machen die Springreiter von Dienstag, 14. bis Pfingstmontag, 20. Mai. „Wir erwarten sehr große Teilnehmerfelder“, erzählt Andy Witzemann auf der Sonnenterrasse seines Reiterhofes. Es sei schon eine Herkulesaufgabe, bis alles was geplant ist, auf Füßen steht.
„Cassadero ist in der Form seines Lebens“
Der 43-Jährige hat ein kompetentes Organisationsteam um sich, wo jeder seine Aufgabe kennt. Witzemann hat dabei eine Doppelfunktion, denn er hat nicht nur die sportliche Leitung inne, sondern ist auch als Springreiter mit seinen Pferden – allen voran Cassadero – gefragt. „Ich werde meine komplette Truppe auffahren. Ich werde sicher zwischen acht und zehn Pferde an den Start bringen. Insgesamt werden es rund 30 eigene Pferde sein, die wir mit unseren Bereitern ins Rennen schicken“, so Witzemann. Zum ersten Mal werde es ein eigenes Winterlingen Winners-Magazin geben, informiert Witzemann. Es werde 25 Seiten umfassen und sei gespickt mit Interviews und Informationen rund um die Turnierserie.
Bisingen-Steinhofen ist ein prominentes Vorbild
Vorbild für die „Winterlingen Winners“ sind sicherlich die Hohenzollern-Reitturniere in Bisingen. Andy Witzemann gerät über das traditionsreiche Turnier in der Halle ins Schwärmen. „Bisingen ist ein ganz besonderes Turnier. Der Sport, die Stimmung, das gesamte Turnierkonzept, dafür habe ich einen riesen Respekt. Bisingen ist ein komplettes Turnier geworden über die Jahre. Sicherlich sind wir da noch lange nicht auf Augenhöhe, so alt sind wir ja auch noch nicht und da haben wir noch ein paar Erfahrungswerte zu sammeln. Aber ich glaube, dass die Richtung sehr ähnlich ist. Auch bei uns zählt die Stimmung, die Atmosphäre, das Ambiente der ganzen Arena. Allerdings sind wir nicht in der Halle, sondern unter freiem Himmel.“
Vom 22. bis 26. Mai trifft sich die Dressurelite in Winterlingen. Mit dabei wird auch Lisa Müller, die Ehefrau von Fußball-Profi Thomas Müller sein. Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch der Bayernprofi als interessierter Beobachter vor Ort sein.
Rund 100.000 Euro sind an Preisgeld zu verdienen
Der Turnieretat liegt bei rund 300.000 Euro. „Das Turnier ist 25 Prozent teurer geworden, als im vergangenen Jahr. Wir haben hier und da Kosten eingespart, doch auch mit dem Preisgeld sind wir wieder hoch gegangen“, weiß Andy Witzemann. Für das Publikum werden wieder das „Barrierenspringen“ und das „Speed Derby“ von besonderem Reiz sein. „Es ist ein nationales Turnier mit internationaler Konkurrenz“, blickt Witzemann voraus. Mit dabei sind nämlich Reiter aus der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Belgien, England, Schweden und Syrien. Neu im Programm ist auch eine Fohlenauktion. „Die Idee ist gemeinsam mit dem Verband Deutsches Sportpferd entstanden und wird eine Bereicherung für die Zuschauer sein“, so der Organisator.
Den Abschluss der „Winterlingen Winners“ bildet das Herbstmeeting vom 5. bis 8. September. Im Herbstprogramm wird der Fokus auf Regionalität und Nachwuchsförderung gesetzt. „Hier rechnen wir bei 20 Prüfungen erneut mit ungefähr 1200 Teilnehmenden“, so Witzemann.
Vom Kinder-Cup bis zum nationalen Grand Prix ist eine breite Facette geboten. Andy Witzemann freut sich schon auf die vierte Auflage der „Winterlingen Winners“.