Auch wenn scheinbar viel Platz ist, kann es für Radfahrer auf der Hochbrücke schnell unangenehm eng werden. Foto: Schnekenburger

Eine Anregung aus dem Gemeinderat schlägt eine schnelle, einfache und günstige Lösung vor.

Radfahren auf dem Gehweg auf der Hochbrücke? Es ist eine Anregung, kein Antrag, und nachdem der Gemeinderat den Haushalt jetzt verabschiedet hat, kann sie, wie von Bürgermeister Matthias Winter in der Ausschusssitzung versprochen, in der Fachbehörde geprüft werden.

 

Zwar wirkt die Fahrbahntafel der Hochbrücke auf den ersten Blick recht breit und damit mit genügend Platz für alle Verkehrsteilnehmer, doch ändert sich das Bild rasch, wenn wirklich mal was los ist.

Kritische Situation

Dann wird’s vor allem im Bereich zwischen Klosterkirche und „Waldhorn“-Gebäude kritisch. Ein recht hohes Schrammbord sichert den Fußgängerweg. Da halten Radfahrer instinktiv schon mehr Sicherheitsabstand.

Blöd, wenn dann ein Laster, vielleicht gar ein Sattelzug, oder Bus als Konkurrent auftritt. Denn dann wird’s im Innenradius der Kurve bedrohlich. Wegen des hohen Schrammbords kommt man ohne Stress auch nicht ausnahmsweise auf den Gehweg. Und dann geht’s noch bergab.

Steigung wird zum Stressfaktor

Auf der Gegenspur ist es nur minimal entspannter. Dort wird die Steigung zum Stressfaktor. Hochzittern oder ausgreifend hinaufstemmen funktioniert in dem Moment nicht mehr, in dem Normalverkehr unterwegs ist.

Kommt dann noch ein Nutzfahrzeug oder ein Bus entgegen und holt in der Kurve etwas aus, war’s das für den Radler. Bei der Vorstellung des Radverkehrskonzepts vergangenen November im Schwedenbau wurde für die Hochbrücke eine eher unerwartete Lösung mit ersten Stimmungsbildern nach eher niedrigen Realisierungschancen vorgestellt. Gleichzeitig ist die Ost-West-Achse in den Überlegungen ein zentraler Aspekt für die Steigerung des Radfahrer-Anteils an den Gesamtverkehren.

Schnelle Lösung

Ein Teilnehmer hatte seinerzeit angefragt, ob man im Zuge einer ersten, pragmatischen, raschen Lösung fast zum Nulltarif auf den Gehwegflächen der Hochbrücke Radverkehr freigeben könnte. Mit entsprechender Beschilderung. Das griff Stadtrat Reiner Emmering auf und steuerte die Anfrage jetzt offiziell ein, damit die Möglichkeit einer Umsetzung geprüft werde.