Die Schönheit der Hochbrücke Horb kommt jetzt zum Vorschein. Warum Ende Mai ein großes Stück schon in voller Pracht zu sehen ist.
Es geht Stück für Stück. Egal, ob Verschalung, Abdeckungen oder störende Gitter – die Hochbrücke Horb offenbart so langsam ihre Eleganz.
Erik Lang, Referatsleiter Straßenbau Süd des Regierungspräsidiums Karlsruhe: „Man kann inzwischen deutlich erkennen, wie elegant das Bauwerk wird. Wir sind mit dem Baustellenfortschritt sehr zufrieden.“
Denn: Gut ein Drittel ist schon fertig. Die Stahlseile tragen die Konstruktion, die Betonplatten liegen. Und langsam wird auch die letzte störende Optik der Hochbrücke Horb weggeschoben.
Der erste Abschnitt mit den Tragseilen ist bald ganz freigelegt
Gemeint sind die blauen Traggerüste, die das Bild – gebildet aus den Vouten und der Verbreiterung für den Abzweig Nordstetten – noch stören. Bauaufseher Jörg Pfeifle: „Derzeit gibt es noch eine Lücke von gut 115 Metern.“ Einmal von der Achse 40 (ASV-Sportplatz) Richtung Rauschbart und von der Achse 50 (Höhe Kleintierzuchtverein).
Pfeifle sagt: „Zunächst müssen noch die Träger mit dem Namen HV Mini (50 Meter lang, braun) unter dem Pylonen am Sportplatz weg, damit wir weiterschieben können.“
Die werden per Kran entfernt, dann werden die blauen Traggerüste optisch die Eleganz der Hochbrücke nicht mehr stören. Referatsleiter Erik Lang: „Wir gehen davon aus, dass wir die Lücken Ende Mai geschlossen haben.“
Horb kann sich wieder auf Technik-Giganten freuen
Dann dürfte auch der Pylon in Höhe Sportplatz (Achse 40) fertig sein. Unten am ASV-Sportplatz liegen schon die Schutzhüllen für die Tragseile, die hier eingespannt werden können. Bauaufseher Jörg Pfeifle sagt: „Daneben sieht man schon die ersten Teile für den Technik-Giganten.“ Der spektakuläre Raupenkran wird bald wieder im Einsatz sein.
Es handelt sich um Raupenkran LR 1700-1 von Liebherr (543 PS, Höchstgeschwindigkeit: 1,2 km/h, kann bis zu 700 Tonnen tragen). Schon sein erster Auftritt im Herbst 2025 hatte die Hochbrücken-Schaulustigen begeistert. Bauleiter Rainer Gumz: „Wenn die blauen Traggerüste verschoben sind, wird er wieder gebraucht, um die Grobbleche einzuheben. Das könnte Mitte/Ende Juni soweit sein.“ Diesmal bleibt er länger – bis die Bleche für die fehlenden Verbindungen bis Rauschbart eingehoben sind.
Doch bis es soweit ist, müssen noch die blauen Stützgerüste in Richtung Rauschbart geschoben sein. Und damit der nächste Schub auch klappt, sind die Bauarbeiter in luftiger Höhe an den riesigen Schienen vor dem fertigen Teil der Hochbrücke aus Nordstetten dabei, die blauen Hydraulik-Zylinder für den weiteren Vorschub zu richten.
Die entfernten Teile sind fertig zum Weitertransport
Auf dem bereits fast fertigen Teil der Hochbrücke liegen jede Menge Schalungsbretter, Metallpfosten und Gerüste. Sie werden demnächst Richtung Rauschbart abtransportiert. An den Tragseilen sind die Bauarbeiter dabei, die letzten Details zu richten. Referatsleiter Erik Lang sagt: „Nach diesem ersten, fast fertigen Teil der Hochbrücke haben wir und die Baufirma die notwendigen Arbeitsabläufe eingespurt. Wir sind zuversichtlich, dass die Hochbrücke 2028 fertig wird.“
Kann man schon absehen, wann die Rauschbart-Vollsperrung kommt? Lang: „Priorität eins ist die Fertigstellung der Brücke. Wir wollen die Baufirma Porr nicht behindern. Die Sperrung für den Rest der Straßenbauarbeiten am Rauschbart können wir aber so eintakten, damit Horb so wenig wie möglich betroffen ist.“