Die Bauarbeiten zwischen Rauschbart und Neckarbad gehen voran. Wie die Stimmung auf der Baustelle zwischen RP und Porr ist. Ist die Hochbrücke erst im Jahr 2030 fertig?
Die ganze Region wartet auf die Fertigstellung der Hochbrücke Horb. Zuletzt hatte das RP gesagt, dass laut Baufirma Porr es nicht Ende 2026 sein wird, sondern es bis zu vier Jahre länger dauern wird.
Doch wie lange das dauern wird, war bisher ein Geheimnis. Michael Lumpp, Leiter des Straßenbaureferats Süd beim RP Karlsruhe, nennt erste Details. Er sagt: „Die Havarie mit den Bolzen hat uns sieben Monate im Zeitplan gekostet.“ Das heißt: Allein die abgebrochenen Bolzen am Querträger des Pfeilers an der Bahn Richtung Tübingen und am Kleintierzuchtverein sorgen in der Konsequenz dafür, dass die Hochbrücke erst im Juli 2027 nach bisherigen Planungen fertig wäre.“
Porr – so wurde im September 2024 öffentlich – hatte dem RP folgendes angekündigt: „Bei Fortführung des ursprünglichen Bauablaufs wird ein Bauende circa 2030 erwartet.“ Der Grund, so die Baufirma Porr: „Aus der inzwischen vorliegenden Ausführungsplanung haben sich sukzessiv die Detailschärfe und die Komplexität ergeben.“ Wenn man Doppelschichten fahre und von der anderen Seite mehr Personal und Gerät einsetzt, könnte man die Brücke 2027/28 fertig haben, so Porr.
Gibt es Hochbrücken-Klarheit, wenn RP in den Gemeinderat kommt?
Inzwischen prüft das RP die inzwischen eingereichten Unterlagen der Baufirma Porr. Wird es bei der VTA-Sitzung am 10. Dezember in Horb schon Klartext geben, wann die Brücke fertig ist? Was sie dann kosten wird?
Lumpp: „Es gibt von der Baufirma Porr einen anderen Vorschlag. Den prüfen wir intensiv. Dass wir am 10. Dezember in Horb zur Bauzeit eine Auskunft geben können, das hat keiner erwartet. Und das wird auch nicht so sein.“
So ist die Stimmung auf der Hochbrücken-Baustelle
Zoff mit der Baufirma. Bei dem es auch um viel Geld geht, wie Regierungspräsidentin Felder im September betont hatte.
Wirkt sich das auf die Zusammenarbeit auf der Baustelle aus? Jörg Pfeiffle, Bauaufseher des RP vor Ort: „Die Stimmung ist trotzdem gut auf der Baustelle.“ Sein Kollege Rainer Gumz: „Die Firma und wir haben eine großes Ziel: Die Brücke. Wir sind hier in der Königsklasse des Brückenbaus. Wir haben die Elite hier, die das baut.“
Werden sich RP und die Baufirma Porr zerstreiten? Michael Lumpp: „Alles, was da ist, werden wir klären können.“
Und wie laufen die Bauarbeiten am Rauschbart-Parkplatz? Jörg Pfeiffle sagt: „Am 9. September konnten wir die Baustelle für die Brückenbaufirma wieder freigeben. Bis heute ist es auf dieser Seite sehr gut gelaufen.“