Der Hochbehälter Rupertsberg muss saniert oder neu gebaut werden. Vermutlich kommt dafür nur der bereits bestehende Standort infrage. Im Zuge der Planungen soll das nun geklärt werden. Foto: Helen Moser

Dringend sanierungsbedürftig ist der Hochbehälter Rupertsberg in St. Georgen – das Vorhaben, vor zwölf Jahren schon einmal vorgesehen, soll im kommenden Jahr endlich umgesetzt werden. Vorher ist aber noch die Frage des Standorts zu beantworten.

Insgesamt sei die St. Georgener Trinkwasserversorgung in ganz gutem Zustand, konstatierte Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, in der Sitzung des Gemeinderats – mit einer Ausnahme: Der Hochbehälter Rupertsberg ist bereits seit Jahren ein Sorgenkind. Nun wird das Projekt endlich in Angriff genommen.

 

Allein schon die Planung des Vorhabens wird die Stadt eine ganze Menge kosten: In seiner Sitzung vergab der Gemeinderat nun die Planungsleistungen für insgesamt gut 294 000 Euro.

Diese Kosten teilen sich wie folgt auf: Für rund 222 000 Euro kümmert sich das Büro BIT Ingenieure aus Villingen-Schwenningen um die Planungen im Bereich Ingenieurbauwerke. Die Tragwerksplanung übernimmt das Ingenieurbüro für Bauwesen Schweickhardt und Erchinger aus Tuttlingen. Das Angebot dafür lag bei etwas mehr als 72 000 Euro.

Nach den nun erfolgten Vergaben soll es Schlag auf Schlag geben: Noch für das laufende Jahr ist der Beginn der Planungen vorgesehen, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Die Umsetzung der Maßnahme ist dann für das kommende Jahr geplant.

Verschiedene Varianten sollen geprüft werden

Zuvor ist aber noch eine politische Entscheidung geplant. Denn aktuell steht zur Debatte, ob der Hochbehälter Rupertsberg an seiner aktuellen Stelle oder an einem anderen Ort neu gebaut beziehungsweise am bestehenden Standort saniert respektive erweitert werden soll. Dazu sollen die Fachplaner verschiedene Alternativen zusammenstellen, zwischen denen sich der Gemeinderat entscheiden kann.

Dass der Hochbehälter Rupertsberg – im Gegensatz zu den anderen Wasserhochbehältern in der Bergstadt – mittlerweile „sehr sanierungsbedürftig“ ist, ist Tröndle zufolge keine neue Entwicklung: Vor etwa zwölf Jahren habe es schon einmal einen Vorstoß gegeben, um den Hochbehälter neu zu bauen. Wegen schwieriger Zufahrtsbedingungen verlief die Umsetzung dann aber wieder im Sande.

Kommt ein alternativer Standorte infrage?

Nun aber müsse das Vorhaben dringend angegangen werden, betonte Tröndle. Im Zuge der Planung sollen nun einmal mehr auch die damals angedachten Standortalternativen überprüft werden – sowohl technisch als auch monetär. Auch wenn Tröndle wenig Hoffnung hat, wie er in der Sitzung schilderte: Vielleicht komme einer der alternativen Standorte infrage, oder man müsse, „wie wir es eigentlich erwarten“, am aktuellen Standort bleiben.