Die Vorarbeiten für den Bau eines zweiten Hochbehälters in Rötenberg am bisherigen Standort sind bereits erfolgtFoto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Gemeinde freut sich über gutes Angebot / 128 000 Euro statt der errechneten 186 000 Euro

Die Erdarbeiten für den Neubau eines zweiten Hochbehälters am Standort nahe des Rötenberger Gewerbegebiets Herdweg/Strut können Ende Juli beginnen. Der Gemeinderat hat die Arbeiten für 128 000 Euro vergeben.

Aichhalden. Wie Bürgermeister Michael Lehrer in der Ratssitzung erläuterte, sei ursprünglich vorgesehen gewesen, die Erdarbeiten durch den Bauhof in Zusammenarbeit mit der Firma Müller aus Rötenberg in Eigenleistung zu übernehmen. Aufgrund eines tragischen Unglücksfalls in der Firma sei dies nun so nicht mehr möglich.

Da der Zeitraum für eine Ausschreibung bis zum angedachten Baubeginn zu knapp geworden sei und andere Tiefbauunternehmen im näheren Umkreis über volle Auftragsbücher verfügten, sei die Firma Scharpf um die Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. Dieses Unternehmen sei bereits mit der Lieferung und Montage der Kunststoffbehälter beauftragt worden und verfüge auch im Tiefbau für die Trinkwasserversorgung über große Erfahrung. "Im Hinblick auf die Gewährleistung sehe ich in der Vergabe beider Gewerke in einer Hand große Vorteile", so Lehrer.

Nach einem Ortstermin habe Scharpf ein Angebot von 128 000 Euro unterbreitet, das deutlich unter der Kostenberechnung des Ingenieurbüros (186 000 Euro) liege. Mitgrund für das gute Angebot sei, dass das Versetzen der Kunststoffbehälter mit dem ohnehin auf der Baustelle vorhandenen Bagger erfolgen könne und die Herstellung einer Stellfläche für einen Autokran entfalle.

Die Einheitspreise des Angebots von Scharpf seien geprüft worden. Nicht enthalten sei der Voraushub im Bereich der vorhandenen Behälteranfüllung für die Arbeiten am bestehenden Wasserbehälter für den Anschluss der PE-Röhren. Das übernehme die Firma Haas aus Sulgen für rund 2400 Euro, erklärte Lehrer.

Die von Scharpf angegebenen Termine stimmen mit dem bisherigen Zeitplan überein. So soll Ende Juli mit den Erdarbeiten begonnen werden. Das Liefern und Versetzen des Hochbehälters ist für Ende August vorgesehen, sodass Anfang September mit der Erdanfüllung begonnen werden kann. Der Neubau eines zweiten Trinkwasser-Hochbehälters ist erforderlich, weil das Gesundheitsamt vorhandene Abplatzungen des Betons des bisherigen Behälters beanstandet und dringend eine Sanierung fordert.

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