Viele Informationen gibt es über die Wasserversorgung in Bad Dürrheim. Foto: Ursula Kaletta

Welch eine Selbstverständlichkeit ist es, den Wasserhahn aufzudrehen. Sofort fließt frisches, sauberes Wasser heraus. Gedanken macht man sich nur, wenn es einmal nicht funktioniert.

Wie viel Technik, Wissen, Erfahrung und Kompetenz dahintersteckt, konnte bei einer Besichtigung der Einrichtungen des Eigenbetriebs Wasserversorgung erlebt werden.

 

Eine dreistündige Tour führte die Teilnehmer an den Hochbehälter Kapfwald, an das Pumpwerk Hirschhalde und an die Schneckentalquellen Talhof im Amtenhauser Tal.

Mit dabei waren Bürgermeister Jonathan Berggötz und zehn Gemeinderäte, die von Stefan Milles, Joachim Petelka, Mitarbeiter der Verwaltung, sowie von Sven-Erik Teuber, dem Werksleiter der Wasserversorgung, viele Informationen erhielten.

Sieben Quellen

Die Stadt und ihre Ortsteile werden insgesamt von sieben Wasserquellen versorgt. Die erste Station der Besichtigungstour führte auf verschlungenen Waldwegen an den Hochbehälter Kapfwald. Er wurde 1902 gebaut, ist der älteste Hochbehälter auf der Bad Dürrheimer Gemarkung. Im Jahr 1994 wurde er saniert. Nach fast 30 Jahren wurden einige Mängel im Fliesenbereich festgestellt, die behoben werden müssen.

In Hochbehälter befinden sich zwei Wassertanks, mit denen die Kernstadt versorgt wird. Hier öffnete Joachim Petelka die Tür, die Besucher konnten Blicke in das Innenleben des Behälters werfen. Unter den Behältern konnte die umfangreiche Rohrverlegung mitsamt der Technik betrachtet werden.

Orte der Ostbaar

Ebenso so gut im Wald „versteckt“ ist das Pumpwerk Kapfwald mit zwei Behältern und zwei Pumpen, mit dem hauptsächlich die Orte der Ostbaar versorgt werden. Das Wasser vom Pumpwerk wird zusammen mit der Keckquelle in den Hochbehälter Hirschhalde geleitet. die 23 Jahre alte Steuerungsanlage funktioniere nicht mehr richtig, sie müsse verbessert werden.

Weiter ging es über Wald- und Wirtschaftswege ins Amtenhauser Tal, vorbei am Pumpwerk Talhof. Ein Trampelpfad hoch in den Wald führte zur oberen Schneckentalquelle, deren Wasser ebenfalls für Bad Dürrheim sprudelt, wie auch ein paar Kilometer weiter das Wasser aus der unteren Schneckentalquelle, die ebenfalls über einen versteckten Weg durch die Wald zu erreichen ist.

Vier Mitarbeiter

Zu erfahren war, dass derzeit im Wasserwerk vier Mitarbeiter als Monteure tätig sind. Abwechselnd fahren sie im Bereitschaftsdienst regelmäßig 30 bis 50 Kilometer zur Kontrolle. Alle Daten werden sorgsam dokumentiert. Kleine Störungen werden per Tablet angezeigt. Auch sind sie zuständig, den gefliesten Boden in den Hochbehältern stets blitzsauber zu halten.

Am Ende der Tour stellte der Bürgermeister fest, über welche enormen Kompetenzen die Mitarbeiter des Wasserwerkes verfügen, um die Bevölkerung mit frischem, lebenswichtigem Wasser zu versorgen.

Das Thema „Wasserversorgung“ sei bisher nicht so intensiv behandelt worden. Um ihm gerecht zu werden und gute Wasserqualität zu gewährleisten, sei ein entsprechender Betrag für den Wirtschaftsplan vorgesehen.