Wegen etlicher, krankheitsbedingter Absagen waren deutlich weniger Stände als im Vorjahr vertreten. Foto: Horst Schweizer

Der Onstmettinger Hobbykünstlermarkt ist nicht nur für seine heimelige Atmosphäre bekannt, sondern auch wegen seiner vielfältigen Auswahl.

„Ich bin mit dem Verlauf recht zufrieden“, meinte Birgit Bosch-Steinhilber, die Organisatorin des dritten Hobbykünstlermarkts im evangelischen Gemeindehaus. Und das, obwohl diesmal weniger Stände aufgebaut wurden.

 

Waren es im Vorjahr noch 15 Aussteller, gab es am Samstag infolge einiger krankheitsbedingter Absagen nur zehn. Dennoch gab es an den zehn Ständen von 11 bis 18 Uhr ein vielfältiges Angebot.

Bis vor etwa 20 Jahren, erzählte Birgit Bosch-Steinhilber, soll es eine vergleichbare Veranstaltung an derselben Stelle gegeben haben. Tradition hatte dann zwischenzeitlich das „Onstmettinger Weihnachtsmärktle“ am Tag vor dem dritten Advent beim und im Haus Raichberg. Letztendlich fiel auch dieses „Märktle“ der Corona-Pandemie zum Opfer.

Birgit Bosch-Steinhilber ist trotzdem zufrieden

Irgendetwas fehlte danach. „Da ich immer wieder angesprochen wurden, ob nicht etwas ähnliches möglich wäre, haben wir uns 2023 für einen Hobbykünstlermarkt entschieden“, erinnert sich Birgit Bosch-Steinhilber.

Sie habe schon in ihrer Schulzeit Spaß und Freude an Stricken und Häkeln gehabt, was sie bis heute mache. Dazu kommen, „weil zu Onstmettingen gehört“, die „Hudlasocka“, die sie in großer Auswahl an ihrem eigenen Stand anbot.

Das Sortiment war breitgefächert und reichte von Selbstgestricktem und Genähtem über Handtaschen, von Makramee zu Schmuck sowie Deko- und Holzartikeln oder Seifen. Passend zur Weihnachtszeit gab es neben Kerzen, Adventsgestecken, Christbaumanhänger und passenden Karten auch Engel – so bei Birgitt Klemm aus Stetten am kalten Markt.

„Ein kleiner, süßer Markt mit einer entspannenden Atmosphäre“

„Ich mache seit zehn Jahren Kunst, weil ich Kreativität liebe, das Hobby ist im Gegensatz zur täglichen Arbeit entspannend“, berichtet Klemm. Sie freue sich immer, wenn Leute an ihrem Stand sagen „wow!“, und ein nettes Engele finden.

„Brauchen wir nicht immer wieder ein Engele, das uns an der Hand nimmt?“, fragte Klemm lachend. Sie komme nach Onstmettingen, weil hier „ein kleiner, süßer Markt mit einer entspannenden Atmosphäre“ sei.

Klöppeln ist ein altes Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Diesem hatte sich Brigitte Zimmermann aus Balingen vor rund 20 Jahren verschrieben und möchte es bei solchen Ausstellungen zeigen und aufleben lassen. Sie zog interessierte Blicke auf sich, auch von Kindern.

„Immer gut, dass man was in Onstmettingen macht“

In Onstmettingen sei sie von Beginn an dabei: „Hier ist es einfach schön, der Markt klein und schnuddelig“.

Erstmals dabei war mit einem großen Stand Ulrike Pahl aus Onstmettingen. Sie hatte rund 50 verschiedene Sorten Natur-Seifen im Angebot. Seifen stellt sie seit zwei Jahrzehnten im Kaltverfahren handgerührt her. Dazu gehörten auch nachhaltig und ohne Chemie gefertigte Seifenständer. Zum „Märktle“ meine sie, es sei immer gut, dass man was in Onstmettingen mache.

Im Foyer bewirtete die Hudlasocka-Gruppe des einheimischen Albvereins um Ingrid Haasis mit Kaffee und einer großen Auswahl Kuchen.