Unter den 34 Ausstellenden in der "Harmonie" war nur eine nicht geimpfte Person. Ute Koch (links) ist davon überzeugt, dass der Wegfall der Maskenpflicht infolge der 2-G-Regel für Künstler und Besucher etwas Normalität gebracht und den Austausch gefördert hat. Foto: Schreiber

Die 22. Hobbykunst-Ausstellung fand unter 2-G-Regeln statt. Im Gespräch mit unserer Redaktion zieht die Organisatorin Ute Koch eine positive Bilanz.

Geislingen - Die Rückmeldungen der Besucher seien durchweg positiv gewesen, berichtet Ute Koch, die zusammen mit Sabine Nohe die Ausstellung federführend organisiert hat: "Am Freitag waren wir alle glücklich und zufrieden." Im Gespräch mit unserer Redaktion zieht sie eine Bilanz der Veranstaltung unter besonderen Vorzeichen.

 

Wieviele Besucher sind gekommen?

Es waren auf jeden Fall an den Werktagen mehr als sonst üblich. Ob dies an Kaffee und Kuchen während der Woche lag, oder ob einfach alle mal wieder raus wollten, ist schwer zu sagen.

Wie war die Stimmung bei den Gästen?

Sehr gut und was ich gehört habe, gab es nur lobende Worte für die Ausstellung. Was ich so in Gesprächen mitbekommen habe, war auch die Kauflaune da. Es haben viele Kunstwerke den Besitzer gewechselt.

Wie lief es für die Ausstellenden?

Bis auf kleine Startschwierigkeiten war die Stimmung prima. Es haben alle zusammengeholfen, ich habe Freiwillige für die Einlasskontrolle gefunden, Kuchenspenden wurden angeboten, bevor ich überhaupt nur nachfragen konnte. Auch der Auf- und Abbau hat gut funktioniert. Jeder hat jedem geholfen, wo Not am Mann war.

Hat 2G geklappt?

Die meisten Besucher haben schon beim Herlaufen nach den Impfnachweisen gesucht und alle hatten Verständnis für die Regelung und sogar für die ab Mittwoch aufgrund der Warnstufe wieder geltenden Maskenpflicht.

Warum 2 und nicht 3G?

Für 2G haben wir uns entschieden, da wir Ausstellern und Besuchern ein bisschen Normalität ohne Maske ermöglichen wollten. Auch hatten wir im Hinterkopf, dass die Ausstellung von Begegnungen und Gesprächen lebt, welche mit durchgängiger Maskenpflicht vielleicht nicht im gewohnten Maße stattgefunden hätten.

Gab es Besucher und/oder Aussteller, die nicht teilnehmen konnten?

Besucher die nicht kommen konnten gab es sicherlich, aber Kontakt hatten wir hier ja nicht. Allerdings war für uns fraglich, ob sich ein Besucher einem kostenpflichtigen Test unterziehen würde, nur um zur Hobbyausstellung zu kommen. Ab Mittwoch wäre dann ja sogar ein PCR-Test notwendig gewesen. Von den 35 angemeldeten Hobbykünstlern hatten wir nur einen Ungeimpften. Um diesen nicht auszuschließen, haben wir uns zum Auf- und Abbau mit 3G-Regelung entschlossen. Wir haben so die Teilnahme an der Ausstellung ermöglichen können und auch dieser Aussteller war zufrieden mit der Regelung und hat trotz seiner Abwesenheit auch verkauft. Die Betreuung des Standes wurden von den direkten Nachbarn übernommen.

Warum war diese Vorgehensweise aus Sicht der Mehrheit des Hobbyclub-Ausschusses richtig?

Die Aussicht auf eine Ausstellung ohne Maske war der Hauptgrund.

Was war aus Ihrer Sicht besonders gut in diesem Jahr?

Die Besucherzahlen an den Werktagen. Auch unser Angebot von Kaffee und Kuchen gegen eine freiwillige Spende wurde gut angenommen.