Das Akkordeon ist die große Leidenschaft von Christian Hamann aus Dornstetten. Nun bringt er seine erste CD heraus. Unsere Redaktion hat mit dem Hobby-Musiker gesprochen.
Christian Hamann macht leidenschaftlich gerne Musik. Egal ob bei Festen, Festzügen oder beim Wirtshaussingen. Stets ist er zur Stelle, wenn ein Musikant ohne Elektronik gebraucht wird.
Überall kennt man den „Christian vom Fischbachhof“ als begeisterten Akkordeonspieler und bewundert ihn für sein Repertoire, das mittlerweile mehr als 250 Volkslieder und alte Schlager umfasst, und für seine Spielkunst. Mit seiner Freundin, wie Christian sein Akkordeon nennt, macht er volkstümliche Unterhaltungsmusik - und singt mit schöner Tenorstimme dazu. Hierfür erwartet er keine Gegenleistung. Denn, so Christian: „Mein größter Lohn ist, wenn ich merke, ich habe den Menschen eine Freude gemacht“.
Nun hat er seine erste CD „Ein wahrer Freund“ herausgebracht. Diese kann bei ihm oder bei von der Dornstetter Tourist-Info zum Selbstkostenpreis erworben werden. Zu hören sind darauf „Lieder von und mit Christian Hamann“, alle von ihm komponiert, arrangiert und getextet. Durch die eingefügten „Zwischenzeilen“ lässt er seine Zuhörer an seinem Leben teilhaben.
„Musik ist mein Leben“
So verrät er: „Mein Akkordeon hat mir im Leben durch manche Tiefen geholfen. Musik ist mein Leben.“ Gleich darauf folgt auf der CD das Lied „Ein wahrer Freund möcht ich Dir sein im Leben“. Bei der Polka „Liebste, kommst heut’ Nacht zu mir“ zeigen sich dagegen Christians heitere Seiten. Fröhliche Walzerklänge erklingen bei „Willkommen heut’ ihr lieben Leut“, während sein „Dornstetter Feuerwehrlied“ als flotter Marsch daher kommt.
Herrlich ist auch sein Schlusslied „Der Orgler, der Pfarrer und der Schultes“, in dem er diese Dornstetter Persönlichkeiten musikalisch hochleben lässt. Diese äußern sich voll des Lobes über den Dornstetter Musikanten: Da würdigt Bürgermeister Bernhard Haas den Musiker als „Dornstetter Original, der mit Akkordeon und Gesang bei vielen Veranstaltungen dabei ist und damit viele Mitmenschen erfreut und zum Mitsingen anregt“. Pfarrer Timo Stahl betont: „Christian lebt die Heimat und die Musik. Seine Freude an der Musik gibt er weiter und steckt damit alle an.“
Auch Orgler Heinrich Albrecht beschreibt Hamann als freundlichen Mann mit dem man gerne schwätzt und der „bei vielen Heckenfestle ohne Strom spielt“. Lob zollt er auch dessen Spielkunst: „Christian hat auf einmal prima spielen könne, ich habe ihn nie rummurksen hören.“
Schwerer Start
Wie Hamann im Gespräch verrät, lief es für ihn allerdings zunächst nicht gut mit der Musik. Er habe mit sieben Jahren bei einer sehr strengen Lehrerin Akkordeonunterricht bekommen. Nach zwei Jahren habe ihm diese gesagt, er solle damit aufhören, er würde es nie lernen.
Gut, dass danach ein junger Akkordeonlehrer kam und ihm Volksmusiknoten mitbrachte. Damit sei, so der heute 66-Jährige strahlend, „der Knoten geplatzt“. „Von da an lief es“. Seine Liebe zur Akkordeonmusik begleitete Hamann fortan. Durch sie hat er viele Freunde gewonnen.
Dazu zählt er auch seinen Spielkreis „Akkordeonzeit“, mit dem er einmal im Monat am Samstagnachmittag zusammen musiziert. Ungewohnt und eine Herausforderung für ihn: Bei „Akkordeonzeit“ spielt er eine Begleitstimme – und zudem nicht nur Volksmusik und Schlagermelodien, sondern auch kleine klassische Stücke. Freuen würde er sich, wenn weitere Akkordeonspieler zum Spielkreis dazu stoßen würden.