Gemeinsam mauern die Mitglieder im Ehrenamt die Grundlage für ein in Bronze gegossenes Modell der barocken Anlage.
Auf den Maßen 1,11 auf 0,83 Metern entsteht derzeit ein knapp ein Meter hoher Sandsteinsockel. Gemeinsam machen sich Emanuel Engel, Manuel Hugelmann, Roland Gutbrod, Fred Kopf, Jürgen Silberer und Fabian Pagel vor der Klosterkirche ans Werk.
Alte Sandsteine unterschiedlicher Größe liegen auf dem Anhänger von Engel. Ein Trupp mit fünf ehrenamtlichen Maurern schart sich um den Landschaftsgärtnermeister. Die Steine werden auf Maß geschlagen. Konzentriert ist das Arbeiten. Zwischendrin wird aber auch Gefachsimpelt über die die Geschichte und die Spannung, mit der sich diese Männer am Sonntag auf die Übergabe freuen.
Während Engel die Steine bearbeitet, gehen Gutbrod und Hugelmann den Mörtel richten. Kopf und Ortsvorsteher Silberer schwingen die Spachteln und fugen die gesetzten Steine aus. Es ist der zweite Samstag, den die leidenschaftlichen Maurer auf dem Vorplatz der ehemaligen Klosterkirche in Schuttern verbringen.
Seit vielen Jahren war dieses Modell ein Wunsch des Vereins
Am Samstag zuvor wurde ein Fundament von einem halben Meter Tiefe ausgegraben und Eisenstangen für eine Stabilität eingesetzt. „Das war wohl die schwerste Arbeit“, sagte Engel gegenüber unserer Redaktion. „Ab einem halben Meter würden wir auf ein Stück Klostergeschichte treffen“, sagte Hugelmann. Diese soll weiterhin ruhen. Dafür gibt es künftig das in Bronze gegossene Klostermodell aus dem Barock.
Es ist bereits ein jahrelanger ein Wunsch des Vorstands des Historischen Vereins. Umso glücklicher sind die Mitglieder, jetzt dem Ziel immer näher zu kommen. Jeder würdigte die Arbeit des anderen. Die Frage nach dem Kopf für die Maurerarbeiten erklärten die Männer allesamt mit einem Fingerzeig auf Engel.
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Dieser lenkte sofort ein: „Ich bin froh, wenn ich mit meiner beruflichen Kenntnis unterstützen kann. Dafür könnte ich keine Kirchenführung machen.“ Fabian Pagel, Roland Gutbrod, Manuel Hugelmann und Fred Kopf beherrschen die Geschichte der ehemaligen Klosterkirche.
Die Steine des Fundaments kommen aus dem Friesenheimer Wald
Alle gemeinsam bringen sie Bewegung und einen starken Zusammenhalt in den Historischen Verein Schuttern. Die Frage nach dem Fundus der Steine erübrigt sich. Jeder einzelne erzählt über viele Jahrhunderte seine eigene Geschichte. Dass die Steine zum größten Teil aus den Steinbrüchen im Friesenheimer Wald stammen dürften, liegt nahe. Einige waren in Grundmauern von Häusern eingebaut, andere dienten als Pfosten für einen Gartenzaun und stehen jetzt für ein geschichtliches, aber modernes Werk in Bronze zur Verfügung. Dem Bautrupp machte dieses mauern und die Vorbereitung für das Bronzewerk sichtlich Freude. „Uns war es wichtig Steine mit Geschichte zu verbauen und keine glatten, neuen Steine zu verarbeiten“, sagte Hugelmann.
Offizielle Enthüllung
Nach dem Gottesdienst am Sonntag, 23. November, der um 10.30 Uhr in der Schutterer Kirche beginnt, findet die offizielle Enthüllung des Bronze-Modells auf dem Vorplatz der Mariä Himmelfahrtkirche statt.