Erst golden, dann frostig: Der November brachte eine historische Frühkälte – insgesamt war der Monat niederschlagsarm und windstill.
Der letzte Herbstmonat des Jahres verlief ziemlich unspektakulär, einzig eine kurze Kälteperiode in der zweiten Monatshälfte nach einer sehr milden Monatsmitte waren bemerkenswert. Die Wetterparameter Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein zeigten insgesamt wenig in Richtung zu stärkeren Monatsabweichungen.
Der Monat begann mit einem regnerischen Allerheiligentag und milden 15 Grad. Danach stellte sich erst mal ruhiges Hochdruckwetter ein, die Temperaturen waren mit Werten von meist etwas über zehn Grad für November noch mild, nachts blieb es bis auf den 7. sogar noch frostfrei.
Eine kurze Störung am 9. unterbrach die Wetterlage, danach setzte sich das ruhige und sonnige Wetter bei steigenden Temperaturen fort, um am 15. mit +16,2 Grad einen neuen Tagesrekord aufzustellen. Die zweite Monatshälfte zeigte dann ein eher winterliches Gesicht, die Temperaturen fielen nun Tag für Tag, Niederschläge kamen auf den Höhen nun als Schnee herunter. Am 21. schneite es selbst in den Tallagen, jedoch war die Schneedecke an diesem Morgen mit einem halben Zentimeter nur hauchdünn und verschwand schnell wieder.
Die Kaltluft verschärfte allerdings in der folgenden Nacht den Frost, sodass trotz Sonnenschein am 22. die Temperaturen ganztags im Frostbereich blieben. So einen frühen Eistag gab es in diesem Jahrhundert bislang noch nicht, zuletzt wurde am 21. November 1999 ebenfalls Dauerfrost aufgezeichnet. Die folgende Nacht auf den 23. war dann mit -8,3 Grad die kälteste Novembernacht seit 1998.
Viel Sonne zur Halbzeit
Die letzte Woche des Monats gestaltete sich weiter unbeständig mit etwas ansteigenden Temperaturen, meist regnerischem Wetter und nur ganz wenig Sonne. Das Temperaturprofil der Tagesabweichungen im November zeigt uns eine überwiegend zu milde erste Monatshälfte mit dem Höhepunkt am 15., wo es um sechs Grad wärmer als im langjährigen Mittel war. Leicht zu kalt war der Zeitraum vom 3. bis 8. mit Abweichungen bis drei Grad.
Deutlich zu kalt war es vom 17. Bis 24., hier betrugen die Abweichungen zwischen vier und acht Grad, gegen Monatsende entsprachen die Mittelwerte ziemlich dem Durchschnitt. Der Gesamtmonat war in Wolfach mit +4,9 Grad um 0,5 Grad zu kühl, das frühere Mittel von 1961-1990 weist den Monat mit +0,4 Grad noch als etwas zu warm aus.
Während der Oktober deutlich zu niederschlagsreich war, blieb die Niederschlagsmenge im November mit 94,8 Liter (89 Prozent) in Wolfach im unterdurchschnittlichen Bereich. Der Regen konzentrierte sich dabei überwiegend auf die zweite Monatshälfte.
Mehr Sonne als im langjährigen Durschschnitt
Über die Sonnenscheindauer darf man sich letztlich nicht beklagen, wenn es auch in der zweiten Novemberhälfte insgesamt 7 Tage ohne Sonnenblick gab, war die erste Monatshälfte durch mehr Sonnenstunden begünstigt. In Wolfach wurden 67,9 Stunden gezählt, knapp sieben Stunden mehr als im langjährigen Durchschnitt.
Sehr auffällig war den ganzen Monat über die meist nur geringe Luftbewegung, auch als Wind bezeichnet. Gerade der November war vor Jahrzehnten noch einer der stärksten Windmonate, in diesem Jahr gab es in Wolfach weder einen Wind- noch einen Sturmtag.