Alles, was elegant fliegt und fährt, war am Wochenende beim Fliegerfest auf dem Degerfeld präsent. Hier sind die Bilder.
Das Wetter meinte es am letzten August-Wochenende wieder einmal gut mit dem Luftsportverein (LSV) Degerfeld. Am Samstagnachmittag ging nur ein kurzer Regenschauer nieder, was der Veranstaltung aber keinen Abbruch tat.
Im 102. Jahr der Fliegerei im Raum Albstadt war Vorsitzender Martin Schick auch rundum zufrieden. „Das Wetter mit Temperaturen um 20 Grad ist ideal für unser traditionelles Fliegerfest“, so sein Fazit auf dem 891 Meter hoch gelegenen Degerfeld.
Sein Blick schweifte dabei über das Gelände mit recht viele Besuchern. Diese kamen am Sonntag in noch größerer Schar, ließen sich vom Angebot des LSV verköstigen. Zur Frühschoppenzeit gab es musikalische Unterhaltung.
Große Unterstützung der Vereine
Der Vorsitzende erläuterte, dass der LSV die Infrastruktur stelle und die Veranstaltung betreibe. Dass diese letztendlich funktioniere, führte er auch auf eine große Unterstützung zahlreicher Vereine zurück, ohne deren Mithilfe es nicht gehe. Diesen dankte er ebenso wie Feuerwehr, DRK und Polizei und der Stadtverwaltung, welche diese Traditionsveranstaltung ebenfalls entsprechend unterstütze. Präsent war auch der Modellflugverein Burladingen.
Fest für die Familie
Seitens der LSV-Funktionäre werde Wert darauf gelegt, dass drei Generationen Spaß beim Fliegerfest haben. Für die Jüngsten gab es Trampolin-Hüpfen, Kinderschminken, Hüpfburg und Karussell. Ihre Begleiter konnten sich an Verkaufsständen oder einer Ess- und Trinkmeile entsprechend versorgen oder eindecken.
Was Martin Schick recht stolz machte war, dass der Verein das Programm am Wochenende selbst gestalten konnte. „Für die ganze Air-Show stellen wir unsere eigenen Piloten“, so der Vorsitzende.
Viele Informationen für Besucher
Der Flugbetrieb, welchen Sebastian Gärtner mit Unterstützung von Yunus Borowczak an beiden Tagen fachmännisch und mit vielen Informationen für die Besucher moderierte, hielt einiges für staunende Blicke an den Himmel parat.
Fünf Bücker-Doppeldecker aus den 1930er Jahren stiegen auf, sammelten sich in der Luft und präsentierten mit gleicher Geschwindigkeit einen eindrucksvollen Formationsflug am blauen Himmel. Zuerst kamen sie aus Westen, dann von Osten aus Richtung Bitz und begeisterten die Besucher.
Segelflug-Formation gezeigt
Ebenso Andreas Heinz auf einer Extra 300, Guido Voss auf North American Super Six, Wilhelm Heinz auf der P51 Mustang Louisiana Kid und Wilhelm Heinz im Kunstflug mit einer Extra 300. Zu bestaunen waren auch eine Segelflug-Formation mit zwei Schleppmaschinen und zwei Segel-Doppelsitzern. Segelkunstflug vom Feinsten zauberte Ines Pfabe als Weltmeisterschafts-Teilnehmerin an den weißblauen Degerfeld-Himmel.
Wer selbst einmal die Schwäbische Alb von oben sehen wollte, hatte dazu an beiden Tagen beste Gelegenheit, da mehrere Motorflugzeuge für Rundflüge zur Verfügung standen. Das Interesse war groß.
Vom Traktor bis zum Feuerwehrauto
Historische Oldtimer, überwiegend vierrädrige, aller Modelle vom Traktor bis zum Feuerwehrauto gaben sich in großer Anzahl mit weit über 300 Fahrzeugen an beiden Tagen ein Stelldichein. Deren Treffen für alle Liebhaber alter Fahrzeuge ist längst fester Bestandteil des Fliegerfestes. Gut vertreten waren auch Motorräder.
Mit allen Facetten der Fliegerei
Der Luftsportverein mit 250 Mitgliedern und 90 Aktiven gab auch Einblicke in seine Flugzeugflotte als faszinierendem Hobby mit allen Facetten der Fliegerei. Martin Schick erläuterte, dass man bereits ab 14 Jahren mit einer Segelflugausbildung beim LSV beginnen kann. Wichtige Grundlage, um persönliche Ziele zu erreichen, seien die Gemeinschaft und das praktizierte Ehrenamt im Verein. Dies wurde beim Fliegerfest eindrucksvoll unter Beweis gestellt, denn alle Aktiven in einheitlichen blauen LSV-Shirts waren im Einsatz. Dazu kamen noch passive und fördernde Mitglieder, welche mit Hand anlegten.