Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hintergrund Nach Tod von Immobilien-Investor: Wie arbeitet eine Sonderkommission?

Von
Nach dem Tod eine bekannten Horber Immobilien-Investors ermittelt eine 50-köpfige Sonderkommission. Foto: Jürgen Lück

Region - Wer hat den Horber Immobilien-Investor Michael Riecher getötet? Und warum? Eine 50-köpfige Sonderkommission versucht aktuell, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch wie arbeitet so eine Soko eigentlich? Und wer genau ermittelt da?

Harri Frank vom Polizeipräsidium Tuttlingen hat die Antworten. Bei einem Gewaltverbrechen - wie im Fall des getöteten Immobilien-Investors - bündelt die Kriminalpolizei ihre Kräfte um effektiv ermitteln zu können. Im Klartext heißt das: Aus den einzelnen Kriminalkommissariaten des Präsidiums, etwa Tuttlingen oder Freudenstadt, werden Beamte abgezogen und der neuen Sonderkommission zugeteilt. Die sitzt - im Gegensatz zu vielen Krimis, wo sich die Ermittler gerne in Tatortnähe einquartieren - zentral in Rottweil. "Theoretisch könnte die Sonderkommission auch in der Nähe des Tatorts sein", sagt Frank. "Aber das wäre logistisch sehr aufwendig. Rottweil hat sich als Standort bewährt." Dort sitze die Kriminalpolizeidirektion, erläutert der Polizeisprecher. Es gebe genügend Platz und den Beamten der Sonderkommission stünden voll eingerichtete Arbeitsplätze zur Verfügung.

Zahl der Ermittler hängt vom Fall ab

Die Größe einer Sonderkommission hänge vom jeweiligen Delikt ab. "Der Fall entscheidet über die Anzahl der Ermittler", sagt Frank. Es gilt die Regel: Je vielschichtiger die Spurenlage und je zahlreicher die Hinweise aus der Bevölkerung, desto mehr Beamte arbeiten an einem Fall. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen seien 50 Ermittler bei einem Mordfall zwischenzeitlich aber "fast schon Standard". "Das ist auch die Größe, die wir noch aus eigenen Kräften stemmen können."

Braucht es mehr Ermittler, werden zusätzlich Beamte angrenzender Polizeipräsidien angefordert. Und auch wenn eine Sonderkommission eine Einrichtung auf Zeit ist - eine Deadline gibt es nicht. Wie lange eine Soko bestehe, erklärt Frank, hänge davon ab, wie sich ein Fall entwickle. Entscheidend sei, ob alle Spuren ausgewertet, alle Hinweise abgearbeitet seien. Sei dies nicht der Fall, werde weitergearbeitet.

Zeichne sich die Klärung der Tat ab, werde die Sonderkommission abgespeckt. Gingen dagegen im Lauf der Ermittlungen viele neue Hinweise ein, werde das Personal nachträglich aufgestockt. "Theoretisch kann eine Sonderkommission auch ein Jahr oder länger ermitteln."

Fotostrecke
Artikel bewerten
5
loading
 
 
1

Kommentar

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading