Viele Helfer und Sponsoren hatten sich gemeinsam für das Projekt der Bürgergemeinschaft zur Gartenschau engagiert. Foto: Monika Braun

Es ist ein echter Hingucker geworden: das Insektenhotel auf der Schelklewiese. Wie das Gemeinschaftsprojekt für die Gartenschau entstanden ist.

„Es ist genauso geworden, wie wir es erwartet haben. Wir von der Bürgergemeinschaft Baiersbronn sind stolz darauf“, sagte Stephan Barth, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, bei der Übergabefeier für das Insektenheim.

 

Er dankte allen Helfern und den Sponsoren, die es ermöglicht hatten, das Bauwerk zur Gartenschau fertigzustellen. Der Schriftzug „Gartenschau 2025“, der auf einem massiven Betonsockel auf der Schelklewiese steht, ist 13,5 Meter lang und zwei Meter hoch. Jeder Buchstabe wiegt 300 Kilo.

Barth warf einen Blick zurück. „Für uns als aktiver Verein war klar, dass wir uns an der Gartenschau beteiligen wollen. Auf einer Reise nach Südfrankreich kam die Idee eines Schriftzugs mit integriertem Insektenheim“, sagte er.

Heimische Materialien

„Wir wollten ein ökologisch nachhaltiges Projekt umsetzen mit Wow-Effekt, heimischen Materialien, einen Fotopoint schaffen und alles in Eigenleistung planen und finanzieren“, so Barth. Die Kernidee sei die Schaffung von neuem Lebensraum für Insekten gewesen. Die ersten Bewohner tummeln sich bereits im neuen Zuhause.

Mit dem Projekt stieß die Bürgergemeinschaft auf offene Ohren. Die Gemeinde stellte das Holz aus dem Gemeindewald zur Verfügung, Holztransporteure, Spediteure, Granitlieferanten und Baufirmen spendeten ihre Dienst- und Sachleistungen. Die Firma Holzbau Haist stellte die Halle für die Produktion zur Verfügung und unter der fachkundigen Anleitung der Zimmerleute Walter und Jochen Illg entstand das imposante Bauwerk.

„Insgesamt haben viele Helfer 388 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert. Das sind fast 50 Arbeitstage“, so Barth. „Danke für das beeindruckende Projekt. Es symbolisiert einfach alles, was Baiersbronn ausmacht, und zeigt, was man im Ehrenamt bewirken kann“, sagte Bürgermeister Michael Ruf. Es sei ein Symbol für Heimatliebe, mehr könne man für seinen Ort nicht tun.

Vorbild auf allen Ebenen

Dieses Bauwerk werde auch viele Jahre nach der Veranstaltung an eine Gartenschau der Superlative erinnern, sagte Ruf. „Ich finde die Gestaltung grandios. Sie haben ihre Handschrift im Gartenschaugelände hinterlassen.“

„Wir haben viele Bürgerprojekte zur Gartenschau. Aber das hier ist ein Standard, der wirklich unerreicht bleibt“, betonte die Geschäftsführerin der Gartenschau, Cornelia Möhrlen. Der Schriftzug sei der krönende Punkt auf der Schelklewiese. „Sie sind wirklich ein Vorbild auf allen Ebenen“, betonte sie. Beim gemeinsamen Umtrunk wurde auf das gelungene Projekt angestoßen, und alle Beteiligten freuten sich, dass nun in Baiersbronn ein XXL-Insektenheim steht.