Ihre Wunschzettel können die Herrenalber Kinder vom 21. November bis zum 6. Dezember in den Himmelsbriefkasten in der Tourist-Info einwerfen. Foto: Tourismus und Stadtmarketing Bad Herrenalb

Seit Jahren, genauer: seit 2010, gibt es in Bad Herrenalb den Himmelsbriefkasten. Und die Zahl der Kinder, die mitmachen, wird immer größer. So freuen sich mittlerweile mehr als 100 Mädchen und Jungen auf die weihnachtliche Aktion.

Bad Herrenalb - "Damit das Christkind weiß, welche Gaben es welchem Kind bringen soll, muss es viele Wunschzettel lesen. Doch dazu müssen diese erst mal beim himmlischen Adressaten ankommen" – so weist die Stadt auf das besondere Angebot hin.

In Bad Herrenalb werde deshalb immer zur Weihnachtszeit der Himmelsbriefkasten aufgestellt, in den die Kinder ihre Wünsche, aber auch Bilder und Grüße an das Christkind einwerfen können. Bearbeitet wird die himmlische Post dann von den irdischen Helfern des Christkindes. In Bad Herrenalb sind das die Mitarbeiterinnen der Touristik, die jedes Schreiben persönlich beantworten – und sogar noch eine kleine Weihnachtsüberraschung an die Kinder senden.

Auch berührende Zeilen

Dieses Jahr steht der Himmelsbriefkasten vom 21. November bis zum 6. Dezember im Vorraum der Tourist-Info auf dem Rathausplatz, der täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet ist.

Wie Christa Sagawe, die einst die "himmlische Idee" hatte, auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, wird der Briefkasten im Tourismusbüro von den Mitarbeitern am Schalter geleert. Gritt Müller bekomme die Briefe – sie lese diese und jedes Schreiben werde beantwortet.

Da kommt es freilich auch mal vor, dass die Kinder dem "Christkind" ihr Herz ausschütten. Wobei Sagawe erklärt: "Je nach Thema wird in diesem Fall entsprechend von uns reagiert." Ohne ins Detail gehen zu wollen: Es gebe teils sehr berührende Zeilen.

Selbst Gebasteltes

Jedes Kind bekomme einen ganz individuellen Antwortbrief vom "Christkind", eine Geschichte werde beigelegt. Dieses Jahr bekämen die Mädchen und Jungen etwas selbst Geschriebenes von Müller, die ja auch die Bruno-Bär-Geschichten verfasse. Mittlerweile gebe es hiervon ja sogar ein Buch.

Die kleinen Himmelsbriefkasten-Schreiber bekämen zudem ein kleines Geschenk, das in einen Briefumschlag passe. Derzeit bastle Müller einen Weihnachtsbaumanhänger – oder etwas zum Ausmalen oder Ähnliches werde beigelegt.

"Gedacht war die Aktion eigentlich für die Herrenalber Kinder", stellt Sagawe fest. In den ersten fünf Jahren habe sie noch selbst "nebenbei" das Ganze bewältigen können. Aber dann sei sie ins Gartenschau-Team gewechselt – "und dann hat es Frau Müller übernommen, die das ganz toll macht".

Mittlerweile bekomme man Briefe aus dem ganzen Umkreis – Murgtal, Karlsruhe, Bretten oder Ettlingen. "Es werden immer mehr. Und es macht Riesenspaß", freut sich Sagawe.