Gastronomie und Hotellerie sind von Corona weiterhin hart betroffen. Foto: askolds – stock.adobe.com

Der Dehoga im Kreis Freudenstadt organisiert am Mittwoch, 5. Mai, ab 11 Uhr eine Protestaktion auf dem unteren Marktplatz, um die Situation der Betriebe in Erinnerung zu rufen. Zusätzlich wollen Einzelhändler und deren Zulieferer und Geschäftspartner auf die Auswirkungen der Schließungen in der Region aufmerksam machen. Über die ganze Zeit werden die AHA-Regeln eingehalten und Masken getragen.

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Kreis Freudenstadt/Kreis Calw - Der Dehoga wird eine lange Tafel mit Tischen und Stühlen vorbereiten um einen visuellen Aspekt hineinzubringen. Die Gastronomen stellen sich entlang der Tafel, die Zulieferer und Einzelhändler um die Tafel herum. Als Gast ist der Dehoga-Landespräsident Fritz Engelhardt dabei.

Offener Brief an Minister

Zudem haben sich Klaus Mack, CDU-Bundestagskandidat, sowie die Dehoga-Vorsitzenden der Kreise Calw (Rolf Berlin, Stellvertreterin Ricarda Becker) und Freudenstadt (Beate Gaiser, Stellvertreter Jörg Möhrle) mit einem offenen Brief an die Minister Guido Wolf und Manfred Lucha gewandt. Der Tenor: Natürlich gelte es zuerst, die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Das Land sei aber in der Pflicht, Öffnungsperspektiven bei niedrigerer Inzidenz zu bieten.

Während das Bundesinfektionsschutzgesetz bei 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner eine Schließung der Beherbergungsbetriebe vorsieht (also eine Öffnung bei niedrigerer Inzidenz), steht in der Landesverordnung, die bis Mitte Mai gelten soll, etwas anderes. Drei Öffnungsstufen (Inzidenz unter 50, unter 100 und über 100) sind vorgesehen. In keiner steht eine Öffnung der Hotels und Restaurants zur Debatte.

"Schlag für das Tourismusland Baden-Württemberg"

"Wenn das so bleibt, wäre das ein Schlag für das Tourismusland Baden-Württemberg, zumal andere Bundesländer diese Regelung nicht kennen. Unser Nachbar Österreich will sogar bei einer höheren Inzidenz den Tourismus am 19. Mai komplett öffnen, verbunden mit einer umfassenden Teststrategie", schreiben der Bundestagskandidat und die Dehoga-Vorsitzenden. Sie appellieren an Wolf und Lucha, sich dafür einzusetzen, dass auch im Land ab einer Inzidenz unter 100 geöffnet werden darf. Dann könnten sich die für die Kreise Calw und Freudenstadt existenziellen touristischen Betriebe vorbereiten.

Nicht zuletzt plädieren sie, zugunsten einer Komplettöffnung mit Teststrategie auf stufenweise Öffnungen zu verzichten. Das Beispiel Mallorca habe gezeigt, dass die Inzidenz trotz Urlaubsangeboten niedrig bleiben könne. Hotellerie und Gastronomie seien bereit, mit den Kreisen Calw und Freudenstadt "pilothaft Erfahrungen zu sammeln. Sofern Sie eine Möglichkeit sehen, diese Pilotprojekte trotz Bundesinfektionsschutzgesetz umzusetzen, wären wir dafür sehr dankbar", betonen die Unterzeichner.

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